Der neue Kirchenführer

 

Silvia Albiez verfasst Broschüre über Pfarrkirche St. Laurentius 

Silvia Albiez hatte nicht nur die Idee über St. Laurentius Unteralpfen einen Kirchenführer zu erstellen, sondern hatte auch viel Arbeit auf sich genommen, bis der Kirchenführer aufgelegt werden konnte. Bild: Doris Dehmel

 

Ein Bericht aus dem SÜDKURIER von Doris Dehmel 
Ein Ensemble historischer Bausubstanz, wie es die Pfarrei Unteralpfen aufweisen kann, ist eher selten und dafür gibt es auch viele Bewunderer. Das ehemalige von den früheren Pfarrherren bis in den 1980er Jahren bewohnte Pfarrhaus war in den Jahren 1564 bis 1568 gebaut und nach der völligen Renovierung vor drei Jahrzehnten und als Pfarrheim neuer Nutzung durch verschiedene Gruppen und Einrichtungen zugeführt worden. Viele Hürden galt es zu überwinden, bis es schließlich grünes Licht für den Erhalt der alten Pfarrscheune gab. Dieses historische Kleinod hat nicht nur als ideale Kulisse für den Weihnachtsmarkt der Landfrauen an neuer Bedeutung gewonnen. Damals war es Silvia Albiez, die sich vehement für den Erhalt und die notwendigen Sanierungen auch beim erzbischöflichen Ordinariat in Freiburg durchgesetzt hatte. Ihr, die ursprünglich aus Buch kommt und seit Jahren mit ihrer Familie in Unteralpfen lebt, war es stets ein Anliegen, die alten Schätze der Pfarrei zu bewahren.

Zu diesen zählt in besonderer Weise auch die Pfarrkirche. Sie war in den Jahren 1662 bis 1665 erbaut und zwischen 1903 und 1906 durch den Glockenturm, die Sakristei und eine Verlängerung des Kirchenschiffes nach Westen hin ergänzt worden. „In den letzten Jahren war bei den Kirchenführungen immer wieder die Begeisterung der Besucher für die St. Laurentiuskirche spürbar“, versicherte die Leiterin des Unteralpfener Bildungswerks. So fasste sie den Entschluss, einen Kirchenführer zu verfassen. In akribischer Kleinarbeit befasste sie sich mit den verschiedenen Details und Kunstwerken im Kirchenraum.

Bei ihren Recherchen ist sie vom früheren Pfarrer Werner Eisele ebenso unterstützt worden wie von Pfarrer Stefan Thron und dem Leiter der Seelsorgeeinheit, Pfarrer Klaus Fietz. Auch ehemalige Pfarrgemeinderatskollegen brachten sich ein, erinnert sich Silvia Albiez dankbar. In dem knapp 30-seitigen bunt bebilderten Werk widmet sie sich dem Baustil ebenso wie dem Passionsgeschehen an der Holzkassettendecke. Berichtet wird von den Seitenaltären, den Kreuzwegstationen und dem 1886 umgestalteten Bereich des Hochaltars. Diese im neugotischen Stil in zwei Teilen erbaute Besonderheit wurde von dem in Unteralpfen lebenden Altarbauer Jakob Mutter begonnen und nach dessen plötzlichem Tod von seinem zwischenzeitlich in München als erfolgreichem Bildhauer lebenden Bruder Leopold vollendet. All die Besonderheiten sind in dem Kirchenführer, der in der Kirche und über die Pfarrbüros und zu einem Unkostenbeitrag von 2,50 Euro erworben werden kann, aufgezeigt.