Urkundlich wurde Albbruck, bestehend aus den Ortsteilen Kiesenbach, Alb und Albert, 1403 zum ersten Mal genannt. Nach dem Chronist Waldschütz bestätigt ein Schriftstück aus dem Jahre 1736, dass damals das Eisenhüttenwerk (Areal der ehemaligen Papierfabrik) in kirchlicher Beziehung zu Dogern gehörte. Ein Gottesdienst fand in Albbruck nicht statt. Die damals noch kleine katholische Kolonie musste zur Hl. Messe, zur Taufe und Hochzeit nach Dogern, auch die Toten wurden dort beerdigt. Schon unter Datum 4.7.1757 finden wir die Nachricht, dass in „Albbrugg" ein beweglicher Altar vorhanden sei, vom Bischof geweiht und in einem Privathaus aufgestellt- in einem zu diesem Zwecke gehörig ausgeschmückten Raum, der von allen weltlichen Verwendungen frei sei.
Seit 1755 hatte das Kloster St. Blasien das Eisenhüttenwerk pachtweise übernommen. Der erwähnte Kapellenraum geht wohl auf Anregung des Klosters zurück. Das sich in diesem Anliegen beim Bischof von Konstanz verwendet hatte. In diesem Raum durften an allen Sonn- und Feiertagen – mit Ausnahme der jährlichen Hauptfeste die Hl. Messe gelesen werden. Die übrige Sakramentenspendung blieb jedoch dem Pfarrer von Dogern vorbehalten.
Durch einen Vertrag vom 1. August 1775 zwischen der K.K. Bergwerks-Admodiation (Pächterei) und dem Pfarrer Claus in Dogern wurde diesem die Besorgung der Seelsorge und insbesondere die Abhaltung des sonn- und feiertäglichen Gottesdienstes gegen ein jährliches Gehalt von 160 Gulden übertragen. Danach musste der Pfarrer einen „tauglichen" Vikar halten, der in Albbrugg die Messe liest, predigt und Christenlehre hält.
1778 erwarb das Kloster St. Blasien das Eisenhüttenwerk zu Eigentum. Finanztechnisch und bei der Führung der Kirchenbücher gehörte nach wie vor Albert zu Hochsal und Alb, Albbruck und Kiesenbach zu Dogern.
Doch schon gab es ab dem 24. Juli 1779 wieder eine Änderung. Durch ein Übereinkommen zwischen St. Blasien und dem Konvent der Kapuziner in Waldshut wurde diesen gegen Entgelt die Abhaltung des sonn- und feiertäglichen Gottesdienstes (mit Ausnahme der Hauptfeste) mit Christenlehre und jährlicher Einsegnung des Hochofens übertragen. Damit war die Seelsorge von Dogern abermals an andere übergangen. Die Führung der Kirchenbücher blieb in Dogern.
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