Eine Liebesheirat war es nicht, der Zusammenschluss der Seelsorgeeinheiten Laufenburg und Albbruck, zur großen Kirchengemeinde Laufenburg-Albbruck, mit den sechs Pfarrgemeinden Laufenburg, Hochsal, Luttingen und Albbruck, Birndorf und Unteralpfen im Jahre 2015. Zu groß die Entfernung zwischen Rhina und Unteralpfen, zu unterschiedlich die Bevölkerungsstrukturen der Berg- und Talgemeinden. Aber das Ordinariat der Erzdiözese wollte es so. Und deshalb war es gut, dass sich die Engagierten nicht in die Verweigerungshaltung zurückzogen, sondern allen guten Willen aufbrachten, die Gemeinden auf Augenhöhe und mit großem Respekt vor den jeweiligen Eigenheiten zu einer gleichberechtigten Einheit zusammen zu schmieden. Einheit in Vielfalt eben. Aus diesem Geist heraus entstand die Pastoralkonzeption, die nach einem zweijährigen Entwicklungsprozess 2017 verabschiedet wurde. Wichtigste Botschaft war, dass die Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck eine einladende Gemeinschaft sein will, in der alle mit ihren Begabungen willkommen sind, sich beheimatet fühlen auch jene, die auf der Suche sind.
Anspruchsvoll waren die Ziele, die in der Pastoralkonzeption festgeschrieben wurden. Sie dienten dem Bemühen zusammenzuwachsen (sich vernetzen), neue Wege zu gehen, ohne das Bewährte über Bord zu werfen und die Jugendarbeit in den Focus zu nehmen.
Wie das im Leben so ist: Manches wurde erreicht, Manches aber aus unterschiedlichen Gründen nicht. Im Laufe der Jahre taten sich andere Perspektiven oder Notwendigkeiten auf, die umgesetzt wurden. Immer deutlicher zeigte sich, dass die Pastoralkonzeption an manchen Stellen überholt war bzw. nicht das aktuelle Gemeindeleben wiederspiegelte.
Deshalb wurde sie überarbeitet. Und zwar so, dass die damals vereinbarten Ziele sichtbar bleiben und die neu erreichten daneben gestellt werden. Peter Meister
Die Pastoralkonzeption 2017: Noch näher an die Menschen heran
Das Logo vereint die unterschiedlichen Symbole, die für die neue große Seelsorgeeinheit stehen, zu einem harmonischen Ganzen. Es zeigt die typischen Merkmale der Landschaft, in der die Menschen der Seelsorgeeinheit leben: Rhein, Landschaft, Kirche, Wald und Glaube. Die Kirchtürme symbolisieren die sechs Pfarrgemeinden, die Teil der Seelsorgeeinheit sind. Der umschließende Kreis steht für die Ganzheit, Kooperation und den Zusammenschluss der Einheit. Die Gestaltung der Bildmarke ist durch das typische Bleiglas, wie man es aus den Kirchen kennt, inspiriert. „Die einfachen und abstrahierten Formen geben dem Logo eine markante Wiedererkennbarkeit und Zeitlosigkeit“, beschreibt Johannes Widmer sein Werk. Genau wie ein buntes Kirchenfenster soll das Logo Licht einfangen und den Betrachter in eine positive Stimmung versetzen. Das Blaugrün zeigt das Wasser des Rheins, aber auch die Wiesen und Wälder des südlichen Schwarzwalds. Die unterschiedlichen Rot- und Gelbtöne stehen für die Vielfalt in den Pfarrgemeinden.
Das Logo wurde von Johannes Widmer aus Unteralpfen entworfen.
Leitbild mit Selbstverpflichtung für die Zukunft
- 15.07.2016 - Die Seelsorgeeinheit hat sich ein Programm gegeben
Die Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck hat sich ein Leitbild gegeben. Es benennt eine Vision, eine Mission sowie zugrunde liegende Werte. Das Leitbild wurde in Arbeitskreisen und einer Klausurtagung des Pfarrgemeinderats zusammen mit dem Seelsorgeteam erarbeitet. Das Werk ist Grundlage der Pastoralkonzeption, die in nächster Zeit erstellt wird: Im Leitbild spiegelt sich das Selbstverständnis, aber auch die Selbstverpflichtung wieder und es formuliert eine programmatische Idee, das heißt ein Zukunftsbild, das von allen angestrebt wird. Die Pfarrgemeinderäte waren sich darüber einig, dass die Umsetzung in die Tat viel Einsatz erfordern wird. Die Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck will eine einladende Gemeinschaft sein, in der alle mit ihren Begabungen willkommen sind und sich beheimatet fühlen. Aber auch jene, die auf der Suche sind, heißt es in dem Leitbild. Jeder soll sich mit seinen Fähigkeiten einbringen und entfalten können. Zu den tragenden Werten, die sich aus der Botschaft des Evangeliums ableiten, gehört laut Leitbild der Anspruch, dass die Kirche ein Ort der Begegnung, des Miteinanders, des Zuhörens und des sich gegenseitigen Unterstützens sein soll. Außerdem hat sich der Pfarrgemeinderat darauf verständigt, anderen Konfessionen und Religionen in ökumenischem Geist begegnen zu wollen und sich für Gerechtigkeit, sozialen Ausgleich, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einsetzen zu wollen. Pfarrer Klaus Fietz lobte den guten Geist, in dem das Leitbild erarbeitet worden sei. Fietz wertete dies als erneuten Beweis dafür, dass die große Kirchengemeinde schon eineinhalb Jahre nach ihrer Bildung aus sechs selbständigen Pfarrgemeinden zu einer tragfähigen Einheit zusammengewachsen sei. Peter Meister
Das LEITBILD im Wortlaut
Die Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck hat sich ein Leitbild gegeben. Es benennt eine Vision, eine Mission sowie zugrunde liegende Werte. Das Leitbild wurde in Arbeitskreisen und einer Klausurtagung des Pfarrgemeinderats zusammen mit dem Seelsorgeteam erarbeitet. Das Leitbild ist Grundlage der Pastoralkonzeption, die in nächster Zeit erstellt wird:
Wir, die Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck, wollen eine einladende Gemeinschaft sein, in der alle mit ihren Begabungen willkommen sind, sich beheimatet fühlen und auch jene, die auf der Suche sind. In unserer Mitte soll sich Jede und Jeder mit den von Gott geschenkten Fähigkeiten, Charismen und Talenten einbringen und entfalten können. Wir orientieren uns an der Botschaft des Evangeliums und vertrauen darauf, dass Gott unsere Saat aufgehen und wachsen lässt (Mk4, Mt13).
Wir verstehen Kirche als Ort
- wo Leben wachsen und sich entfalten kann, getragen von unserer christlichen Hoffnung
- der Begegnung, des Miteinanders, des Zuhörens
- an dem wir miteinander glauben und uns gegenseitig unterstützen
- wo wir anderen Konfessionen und Religionen in ökumenischem Geist begegnen wollen
- wo wir uns für Gerechtigkeit, sozialen Ausgleich, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einsetzen wollen
Gott geht mit jedem Menschen seinen Weg, er ist längst bei uns. Er schenkt uns Freiheit, heilende Nähe und Gemeinschaft. Ihm wollen wir vertrauen und diese Zuversicht in die Gemeinden ausstrahlen.