Jubiläum 700 Jahre Heilig Geist wird gefeiert
Das neue Pfarrhaus in der Codmanstraße ist 1931 fertiggestellt. Nachdem Rhina im Frühjahr 1952 von Murg nach Laufenburg umgepfarrt wurde, kann schon im April 1955 die erste Messe in der neuerbauten Marienkirche mit ihrem Campanile-Turm gefeiert werden. 1984 rundet das Pfarrheim neben dem Pfarrhaus die
bauliche Ausstattung ab. Das Gemeindeleben ist erfüllt mit Jugendgruppen, Frauengemeinschaft, Kirchenchor, Seniorenkreis und Perukreis, um nur einiges zu nennen.
Angesichts der Zunahme katholischer Gläubiger hat man um 1980 unter Pfarrer Wolfgang Kirchgässner, der bald zum Weihbischof nach Freiburg berufen wurde, darüber beraten, das Kirchenschiff nach Westen zu erweitern. Das Denkmalamt und das Land Baden-Württemberg, dem die Kirche gehört, erlaubten dies nicht.
Zugleich beginnt der Priestermangel. Als der Luttinger Pfarrer Karl Schäfer 1980 gestorben ist, wird die Pfarrei St. Martin von Laufenburg aus betreut. Nachdem der Hochsaler Pfarrer Johannes Fehr von seinem Leiden erlöst ist, kommt 2007 die Pfarrei St. Pelagius ebenfalls zur Seelsorgeeinheit Laufenburg. 2015 wird die Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck mit sechs Pfarreien geschaffen, die Pfarrer Klaus Fietz bis zu seiner Zurruhesetzung im September 2023 leitet. Derzeit wird die Seelsorgeeinheit von Dekan Peter Berg bis zur Installation der Großpfarrei zum 1. Januar 2026 betreut.. Die Pfarrgemeinde Heilig Geist wird als pastorale Einheit bestehen bleiben. Für die seelsorgerische Betreuung gibt es genügend Baulichkeiten und vor allem weiterhin eine starke Gemeinschaft der Gläubigen.
700 Jahre Heilig Geist – Die Kirche lebt von engagierten Christen
Interessante Bilderausstellung von Egon Gerteis
An diesem Abend wurde zeitgleich die Bilderausstellung zum Jubiläum, zusammengestellt von Egon Gerteis eröffnet. Viele der Anwesenden konnten sich auf dem ein oder anderen Bild wieder entdecken. Ein Herzliches Dankeschön an Franz Schwendemann für den Vortrag und Egon Gerteis für die Zusammenstellung der Bilderausstellung. Gleichzeitig ein Dankeschön an die beiden Musikerinnen, welche dem ganzen einen festlichen Rahmen gaben.
1324 Erste urkundliche Erwähnung in den
Akten der Diözese Konstanz
als „Kirche des Heiligen Geistes“
1883 /84 Abriß der Vorgängerkirche und Neubau
des heutigen Gotteshauses;
Grundsteinlegung 23.7.1883,
Benediktion 15.12.1884,
Konsekration 22.06.
1957/58
und 1976/79 Renovationen
2006/07 Gründliche Innenrenovation zur 800-Jahrfeier der
Stadt Laufenburg im Jahr 2007
(Baupflicht seit der Säkularisation beim Staat)
Äußeres
- Nach Osten ausgerichteter neugotischer Kirchenbau in rotem Sandstein
aus Heimbach bei Emmendingen
(Architekt Heinrich Lang Waldshut)
- elegante Westrosette
- Turm mit verspielter Haube und Laterne, Höhe 39 Meter
- vier Glocken (Schilling Heidelberg 1952);
Christkönig f’, Heiliger Geist g’, Mariä Himmelfahrt a’, Heiliger Josef c’
- Kirchendach provisorisch (1956)
- Kirchenvorplatz (Areal der Stadt Laufenburg)
- ehemaliger Friedhof bis zur Einweihung des „Waldfriedhofs“ 1947;
Mauern mit alten Grabmonumenten, freistehendes Kreuz
aus Granit (1980) mit Aufschrift: „Zum Gedenken an
die hier ruhenden Toten“
Inneres
Kirchenschiff seltene Holzdecke (Schablonenmalerei)
Chor eingezogen, 3/8-Schluß, 3 Fenster, Rippengewölbe
Fenster Gesamtverglasung in Rauchglas (1957)
Rosette mit bunten Scheiben –
Rest der ursprünglichen Verglasung (1884)
Flügelaltar Gebr. Metzger Überlingen (1900)
seit 1978 hier aufgestellt, früher Pfarrkirche
St. Fridolin Lörrach-Stetten
Holzschnitzereien: letztes Abendmahl,
Hochzeit von Kana
Malereien: (innen) Weihnachten:
Schlüsselübergabe an Petrus
(außen) Jesus im Ölgarten:
Beweinung Christi
„Laufenburger Tabernakel“: Nikolaus Epp
Insel Reichenau (1958)
Türen in Goldschmiedearbeit mit Edelsteinen,
Email und Bergkristall:
Fischernetz, Felsen, Rheinstrom mit Salmen,
Christusmonogramm
Bedeutung: Die Christen schwimmen wie
Fische in der Liebe Christi
Sockel in rotem Sandstein – ehemalige
Kommunionbank
Taufstein Gebr. Kless Zwiefalten (1884)
Form eines neugotischen, achteckigen Kelches
Seitenaltäre Gebr. Kless Zwiefalten (1884)
Ergänzungen Wolfgang Karle,
St. Ulrich bei Freiburg (2000)
Marienaltar: Maria Rosenkönigin mit Jesuskind
Bernhard von Clairvaux, Aloisius
Josefsaltar: Josef, Elisabeth von Thüringen,
Fridolin
Kanzel Gebr. Kless Zwiefalten (1884),
Ergänzungen Wolfgang Karle (2001)
Kreuzweg 14 Tafelbilder der Nazarener-Schule (Südtirol 1890)
Wandskulpturen (Nordseite) Pieta aus der Vorgängerkirche (1480)
(Südseite) Bruder Konrad von Altötting (20. Jh.),
Missionskreuz mit Maria und
Johannes (19. Jh.)
Orgel Gehäuse und Teile des ursprünglichen Instruments
Wilhelm Schwarz Überlingen (1884);
heutiger Zustand: 26 Register, 2 Manuale,
Fischer + Krämer Endingen a.K. (2008)
Gestühl Anfertigung 1979
Wangen aus der abgebrochenen evang. Stadtkirche
in Waldshut (19. Jh.)
















