Aus dem Gemeindeleben

 

Bürgersaal in Birndorf nun Eigentum der Gemeinde Albbruck

 12.01.2018  

Quelle:  Peter Meister
 
Bei der Schlüsselübergabe (von links): Hugo Binkert, Winfried Ebner,  Sonja Dahlmann, Walter Hausin, Anton Sattler, Bernhard Bächle, Stefan Kaiser, Bernadette Weiss, Klaus Fietz, Mechthild Woiwotka, Felix Lauber, Silke Schäuble. Foto: Peter Meister

 
Die Gemeinde Allbruck ist seit Anfang des Jahres Besitzer des Bürgersaals in Birndorf und nicht mehr die Kirchengemeinde. Ein Nutzungsvertrag über 25 Jahre sorgt dafür, dass sich in der Praxis nichts ändert, gleichzeitig aber beide Partner von der Vereinbarung profitieren.

Eingeweiht wurde der Bürgersaal in Birndorf schon im September 2016 und seither nutzen Gemeinde und Kirchengemeinde das erweiterte und von Grund auf sanierte Gebäude mitten im Dorf neben der imposanten Kirche in großer Eintracht. Offiziell wechselte das Gebäude aber erst zum 1. Januar 2018 den Besitzer. So lange hat es gedauert, bis das komplizierte Vertragswerk unter Dach und Fach war, das notariell beglaubigt, dass der ehemalige Pfarrsaal als Bürgersaal ganz in das Eigentum der Gemeinde Albbruck übergeht. Zur  Schlüsselübergabe konnte  Pfarrer Klaus Fietz Vertreter beider Seiten begrüßen.

 Quelle:  Peter Meister

Pfarrer Klaus Fietz übergibt symbolisch den Schlüssel an Bürgermeister Stefan Kaiser. Foto: Peter Meister

Das gemeinsame Miteinander von Gemeinde und Kirchengemeinde hat in Birndorf Tradition, zum Wohl und Nutzen beider Seiten, wie von Hugo Binkert, Bernadette Weiss von der Pfarrgemeinde und von Bürgermeister Stefan Kaiser betont wurde. 

Hugo Binkert, seinerzeit Pfarrgemeinderatsvorsitzender in Birndorf und im Gemeinderat Albbruck blendete zurück in die Anfänge der gemeinsamen Zeit. Weil  im Jahre 1975 weder die Pfarrgemeinde noch die Vereine von Birndorf und Birkingen Räumlichkeiten für Versammlungen und Veranstaltungen  hatten, nachdem der Hirschensaal nicht mehr nutzbar war, entstand die Idee, im Pfarrgarten einen Pfarr- und Gemeindesaal zu bauen, der allen Ansprüchen gerecht werden sollte. Dass Birndorf im Zuge der freiwilligen Eingemeindung nach Albbruck 150.000 Mark für Gemeindeeinrichtungen zur Verfügung standen und der junge Bürgermeister Gernot Strohm und Pfarrer Pius Burger ein besonderes Vertrauensverhältnis hatten, erleichterte vieles. Das damals moderne Gebäude kostete 670.000 Mark und wurde durch die Pfarrgemeinde Birndorf, die politische Gemeinde und viele Aktionen und Spenden finanziert. Grundlage des Gelingens war aber die enorm große Eigenleistung der ganzen Pfarrgemeinde, Als Hauptakteure nannte Hugo Binkert den Baupolier Emil Ebner und Johann Binkert als Organisator der vielen Helfer.

Das Ordinariat verlangte die Übergabe an die Gemeinde

Als der so genannte Pfarrsaal in die Jahre gekommen und für die Vereine auch zu klein geworden war, entschloss man sich nach einem längeren Verhandlungsprozedere für eine Sanierung nach neuesten umwelttechnischen Standards und eine gleichzeitige Erweiterung, die auch in die Zukunft wirkt, wie Pfarrgemeinderätin Bernadette Weiss erinnerte. Nach der Bildung des Bauausschusses in 2012 mit Ortsbaumeister Walter Hausin, Hugo Binkert, Anton Sattler, Bernhard Bächle, Pfarrgemeinderätin Mechthild Woiwotka und den Stiftungsräten Alfred Binkert und Bernadette Weiss nahmen auch die Gespräche mit dem Ordinariat eine positive Wendung. Bedingung für die letztlich 2,3 Millionen Euro teure Investition war allerdings, dass die Kirchengemeinde das Gebäude ganz in das Eigentum der Gemeinde übergibt. Ein Nutzungsvertrag über 25 Jahre sorgt dafür, dass sich in der Praxis nichts ändert, gleichzeitig aber beide Partner von der Vereinbarung profitieren.

Auch Bürgermeister Kaiser unterstrich, dass gemeinsam der richtige Weg eingeschlagen wurde und der heutige Bürgersaal immer noch als leuchtendes Beispiel aktives Bürgerengagement dastehe.  Er dankte insbesondere Winfried Ebner von der kirchlichen Verrechnungsstelle, der sich beim Ordinariat als „Eisbrecher“ bewährt habe und bei Ortsbaumeister Hausin für sein Engagement. Peter Meister

 

Pfarrer Fietz ehrt Kuchelbacher Mesner
 
- 19.01.2017 -   Bericht aus dem SÜDKURIER 
Quelle:  Doris Dehmel
Quelle:  Doris Dehmel

Pfarrer Fietz überreichte  Berthold Eckert die goldene Mesnerplakette der Erzdiözese. Bild: Doris Dehmel 

In Zeiten, in den Ministrantinnen und kleine Messdiener in den meisten Pfarreien längst nicht mehr in einem Übermaß vorhanden sind und auch die Zahl der Mesner und Mesnerinnen nicht unbedingt zunimmt, ist es schon eine Besonderheit, den kirchlichen Dienst über 50 Jahre zu verrichten. Und genau dies tut Berthold Eckert aus Kuchelbach seit über 50 Jahren. Dem treuen Mesner der Fridolinskapelle in Birkingen-Kuchelbach überreichte Pfarrer Klaus Fietz noch vor Weihnachten in einem Sonntagsgottesdienst die Medaille und Urkunde der Erzdiözese Freiburg. Für Berthold Eckert sei sein Engagement eigentlich nichts Erwähnenswertes, sondern vielmehr eine Selbstverständlichkeit, versicherte er. Schon sein Großvater Josef, der mit 38 Jahren verstorben war und auch sein Vater Johann, der bereits 1966 verstarb waren Messner in dem kleinen Kirchlein. „Für meine Mutter wäre es damals kaum zu verschmerzen gewesen, wenn ich diesen Dienst nicht übernommen hätte“, erinnerte sich Berthold Eckert. 
Zehn Pfarrherren habe er in den fünf Jahrzehnten erlebt. Angefangen von Pius Burger bis heute zum Leiter der Seelsorgeeinheit Klaus Fietz und Kooperator Hans-Joachim Greulich. Vieles habe sich in der langen Zeit verändert. Geblieben sind aber die Erinnerungen. So erzähle man sich, dass nach dem Krieg französische Soldaten mit ihren Gewehren das kleine Zwiebeltürmchen als Zielscheibe benutzten hätten. Nicht nur dieses war daraufhin erneuert , sondern auch in den 1980er Jahren die Kapelle saniert worden.

Viele Jahre war es Aufgabe des Mesners täglich um 6 Uhr in der Frühe, um 19 Uhr und zur Mittagszeit um 11 Uhr zu läuten. Heute zieht der 78-jährige frühere Landwirt nur noch vor den Gottesdiensten an dem Glockenstrang. Und diese werden heute noch äußerst selten in Kuchelbach gefeiert. Aus der früheren Tradition erhalten geblieben ist zumindest die Maiandacht der Birndorfer Frauengemeinschaft. Auch wird heute noch in Kuchelbach ein Sterbefall mit dem Glockengeläut angezeigt. Berthold Eckert würde sich freuen wenn in seiner Kapelle wieder einmal eine Taufe wäre oder sich wie vor zwei Jahren hier Brautleute ihr Ja-Wort geben würden. Schließlich warten auch bei ihm daheim bestens aufgehobene Kelche, Patene, Kelchtüchlein und Handtüchlein auf ihren Einsatz. Doris Dehmel

Empfang für Sternsinger aus Birndorf in Stuttgart
Quelle:  Land BW
Quelle:  Land BW
                          Empfang in Stuttgart: Die Frau des Ministerpräsidenten Gerlinde und der Landesvater Winfried Kretschmann freuten sich zusammen mit Weihbischof Thomas Maria Renz (von links), dass beim Empfang der Sternsinger auch eine Gruppe aus Birndorf dabei war. Lea Kästel (Mitte) hatte sich für Teilnahme an dem Besuch in Stuttgart beworben und erlebte mit den übrigen Sternsingern Aaron Kästel, Noah und Salomo Binkert und Robin Kästel (von links), Sharin, Melina und Samira Jakobi (von rechts) begleitet von Lioba Kästel und Jakob Binkert das besondere Ereignis. Die dabei in der Geldschatulle befindliche Spende in Höhe von 600 Euro floss allerdings in die Erzdiözese Rottenburg-Stuttgart, wo sie auch der diesjährigen Sternsingeraktion für Kenia zukommen wird. Wieder daheim angekommen trugen die Jungen und Mädchen tags darauf wieder den Dreikönigssegen in die Häuser. Text: Doris Dehmel/SÜDKURIER; Bild: Land BW