Chor Hochsal-Laufenburg weiter im Aufwind
Die Aufwärtsentwicklung der Chorgemeinschaft Hochsal-Laufenburg unter Leitung von Dirigent Johannes Böhler und der Vorsitzenden Gema Moreno geht weiter. Diese Feststellung durchzog wie ein roter Faden die Chorversammlung mit dem Rückblick auf 2024. Mit zum Teil modernem Liedgut und anspruchsvollen Projekten macht sich der Chor attraktiv, sodass im vergangenen Jahr sechs neue Mitglieder gewonnen werden konnten, wovon viele andere Kirchenchöre nur träumen.
„Das gemeinsame Singen bringt Herzen zusammen“, betonte Gema Moreno, die sich darüber freute eine gute Gemeinschaft geworden zu sein, in der man sich auch umeinander sorgt.
Im Berichtsjahr wurde mit der Spiritualmesse von Michael Schmoll wieder Neues gewagt. Ein Highlight war das gemeinsame Singen mit dem Kirchenchor Luttingen beim 700jährigen Jubiläum der Kirche Heilig Geist mit der Messe bréve von Léo Delibes. Ebenso der Seelsorgeeinheits-Gottesdienst in Albbruck, an dem alle vier Kirchenchöre gemeinsam ein mächtiges Klangbild abgaben. Beeindruckend auch der Festgottesdienst an Weihnachten in Rhina mit der Aufführung der Chorkantate vom Michael Schmoll, mit Instrumentalisten, die aus bekannten Weihnachtsliedern besteht. Damit hatte die Chorgemeinschaft Hochsal-Laufenburg ein volles Programm, auch weil nicht nur in Hochsal sondern auch in Laufenburg und Rhina und zuweilen auch in der evangelischen Kirche die Gottesdienste bereichert werden, wie Schriftführerin Marianne Krohs berichtete.
Besonders betonte die Vorsitzende den Chorausflug nach Maria Einsiedeln mit Besuch des Weihnachtsmarktes und der Klosterführung mit dem in Hochsal bekannten Bruder Alexander.
Gema Moreno wie auch Pfarrer Philipp Ostertag dankten Chorleiter Johannes Böhler, der trotz Familie und Beruf immer wieder Zeit für neue musikalische Ideen findet, unterstützt von seiner Frau Eva, die mit ihren musikalischen Qualitäten immer wieder eine Bereicherung ist.
Der Vorstand macht mit Gema Moreno an der Spitze und ihrer Stellvertreterin Barbara Rueb weiter, Kassiererin bleibt Christel Schlageter und Schriftführerin Marianne Krohs. Neben Ursula Böhler und Edith Sterzig gibt es mit Olaf Hagel und Claudia Rudigier-Frommherz zwei neue Beisitzer. Text und Bild: Peter Meister
Chor Hochsal-Laufenburg am Stephanstag in Rhina
Chor gratuliert Johannes Böhler: Seit zehn Jahren engagierter Dirigent
Die Chorgemeinschaft gut durch Corona gesteuert
- 30.11.2021 - Werner Spitznagel für 60 Jahre Treue geehrt - Lob für die junge Vorsitzende Gema MorenoPfarrer Fietz und die Vorsitzende Gema Moreno mit der neuen Schriftführerin Marianne Krohs, den Geehrten Monika und Paul Rufle sowie Werner Spitznagel und Chorleiter Johannes Böhler. Bild: Peter Meister
Ehrungen: Pfarrer Klaus Fietz ehrte Werner Spitznagel für 60 Jahre im Dienst der Musica Sacra mit der Urkunde des Diözesan-Cäcilienverbandes, ein seltenes Jubiläum und besonders verdienstvoll, weil er seit vielen Jahren von seinem Wohnort Görwihl zu Proben und Auftritten fährt. Für 40 Jahre Singen wurden Monika und Paul Rufle ebenfalls mit einer Urkunde geehrt. Paul Rufle war zehn Jahre ein pflichtbewusster Vorsitzender, unterstützt von seiner Frau Monika.
Gema Moreno Gómez neue Vorsitzende - Paul Rufle gab Amt nach zehn Jahren ab


Vorsitzender Paul Rufle kündigt seinen Abschied an
Rufle möchte nur noch ein Jahr lang die katholische Kirchenchorgemeinschaft Hochsal-Laufenburg als Vorsitzender leiten.
Im Mittelpunkt der Hauptversammlung der katholischen Kirchenchorgemeinschaft Hochsal-Laufenburg standen die Neuwahlen des Gesamtvorstands. In offenen Wahlen wurde das bisherige Vorstandsteam mit dem Vorsitzenden Paul Rufle für zwei Jahre wiedergewählt. Allerdings machte Paul Rufle klar, dass er den Posten des Vorsitzenden nur bis zur nächsten Hauptversammlung in einem Jahr bekleiden wird. Dem Vorstand gehören weiterhin an: Barbara Rueb (stellvertretende Vorsitzende), Werner Spitznagel (Schriftführer) und Christel Schlageter (Kassiererin). Als Beisitzer sind im Vorstand vertreten: Ursula Böhler, Ellen Barth, Horst Volgmann, Manfred Offergeld und Gerda Schäuble.
Mit mehr als halbstündiger Verspätung wurde die Jahreshauptversammlung begonnen. Weder der erwartete Pfarrer Klaus Fietz war zur Versammlung gekommen, noch ein Vertreter des Stiftungs- oder Pfarrgemeinderats. Mit zwei Liedern wurde der Abend gesanglich begonnen, ehe ein gemeinsames Abendessen eingenommen und dann das vergangene Jahr analysiert wurde. Zu den Höhepunkten gehörten die zahlreichen Auftritte, wobei besonders die beiden Konzerte mit dem Kirchenchor aus Stein besonders hervorstachen, aber auch das Singen am Karfreitag im evangelischen Gotteshaus. Hierfür bedankte sich die evangelische Pfarrerin Heidrun Moser ausdrücklich. Viel wurde auch im kameradschaftlichen Bereich getan. So sorgte ein Ausflug in die Aareschlucht für ein besonderes Erlebnis.
Kassiererin Christel Schlageter berichtete über einen kleinen Rückgang des Kassenbestandes beim Kirchenchor. Kassenprüfer Franz Schwendemann lobte die gute Arbeit der Kassiererin, zeigte aber gleichsam auch Unverständnis dafür, dass trotz gestiegener Mitgliederzahl des Chores die finanzielle Unterstützung des Chores durch die Kirchengemeinde um 50 Euro zurückging.
Dirigent Johannes Böhler zeigte sich mit der gesanglichen Leistung des Kirchenchors zufrieden. „Es hat mir viel Spaß gemacht“, resümierte er und zeigte sich besonders erfreut, dass drei neue Mitglieder den Chor verstärken. In 36 Proben wurden die Sänger gefordert. Beste Probenbesucher waren die beiden Görwihler Gabriela und Werner Spitznagel. Der Vorsitzende Paul Rufle, Gertrud Matt und Christel Schlageter kamen auf die nächsten Plätze.
Der Verein
Die Kirchenchorgemeinschaft Hochsal-Laufenburg hat 36 Sänger. Vorsitzender ist Paul Rufle, Lärchenweg 23, Laufenburg. Kontakt unter Telefon 07763/59 51 oder per E-Mail (paul.rufle@t-online.de). Probe ist freitags um 20 Uhr im Pfarrheim in Hochsal.
Gesang zum Lob Gottes seit vielen Jahrzehnten
- 16.01.2017 - Kirchenchorgemeinschaft Hochsal-Laufenburg ehrt treue Mitglieder
Aus dem SÜDKURIER und der Badischen Zeitung
Rolf Briegel, Barbara Rueb und Gabriele Spitznagel (von links) wurden für ihre jahrzehntelange Treue zum Chor geehrt. Links Vorsitzender Paul Rufle, rechts Pfarrer Klaus Fietz. Foto: Julia Becker
Die Ehrung dreier langjähriger Mitglieder durch den Vorsitzenden Paul Rufle und Präses Pfarrer Klaus Fietz stand im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Kirchenchorgemein-schaft Hochsal-Laufenburg. Seit 40 Jahren singt Gabriele Spitznagel bereits in Hochsal. Mit 18 Jahren trat die Sopranistin in den Chor ein, wo sie auch ihren Ehemann Werner kennen lernte, so Rufle. Auch Rolf Briegel singt seit 40 Jahren in Hochsal. Als Sänger, Kassenprüfer und mit seinem Einsatz für die Ökumene sei ihm "keine Zeit und Arbeit zu viel". Zum goldenen Chorjubiläum von Barbara Rueb aus Laufenburg schließlich verlas Fietz ein persönliches Grußwort von Erzbischof Stephan Burger.Rufle und Chorleiter Johannes Böhler konnten sich über drei neue aktive Mitglieder freuen. Doch gab es auch einen schmerzlichen Verlust zu beklagen: Der langjährige Vorsitzende Peter Kluge war im März 2016 gestorben. Rufle berichtete von 48 Proben im vergangenen Jahr. Nachdem der Besuch in der Vergangenheit manchmal zu wünschen übrig gelassen habe, freute sich auch Böhler über eine positive Entwicklung, die "gerne so bleiben darf".
Auch Pfarrer Fietz nutzte die Versammlung für einen Rückblick. Aufgrund des zunehmenden Mangels an Pfarrern werde es auch in Hochsal öfters Wortgottesdienste geben. Seine Anregung, dass der Chor auch dort singen könne, griff Böhler gerne auf. Für das neue Jahr kündigte er die "Missa Africana" von Michael Scholl als neues Chorstück an. Das anspruchsvolle dreistimmige Stück könnte bereits zu Ostern aufgeführt werden. Auch rief der Chorleiter weiterhin zur Mitgliederwerbung auf, gerade an männlichen Stimmen mangle es immer noch. Julia Becker
Die Kirchenchorgemeinschaft
Hochsal/ Laufenburg entstand 2010 aus den Chören Heilig Geist Laufenburg und St. Pelagius Hochsal. Aktuell zählt der Chor um Dirigent Johannes Böhler 33 Sängerinnen und Sänger. Der Vorsitzende Paul Rufle ist unter Telefon 07763/5951 oder per E-Mail an paul.rufle@t-online.de zu erreichen.
Kirchenchorgemeinschaft Hochsal-Laufenburg sucht Verstärkung
Singen Sie mit uns im Chor - Singen macht Freude - Singen verbindet - Singen hält fit
Wir singen: - geistliche und weltliche Lieder, - alte, klassische und moderne Liedsätze.
Der Kirchenchor Heilig Geist Laufenburg und St. Pelagius Hochsal singt seit nunmehr fünf Jahren zusammen und wir haben dabei die Feststellung gemacht, dass das gemeinsame Singen noch mehr Freude macht. Unsere Chorgemeinschaft wird in vielen geselligen Anlässen sehr gut gepflegt.
Wir laden herzlich ein, mit uns zu singen. Schnuppern Sie doch einfach in einer unserer nächsten Proben, jeweils freitags von 20.00 bis 21.30 Uhr im Pfarrheim St. Mechthild in Hochsal. Wenn Sie noch Fragen haben, setzen Sie sich einfach mit unserem Vorsitzenden oder einem unserer Mitglieder in Verbindung.
Chorleiter: Johannes Böhler, Tel. 07763/4725
Vorsitzender: Paul Rufle, Tel. 07763/5951
Stellv. Vorsitzende: Barbara Rueb, Tel. 07763/7935
Kirchenchor Hochsal-Laufenburg stabil geführt
- 22.11.2015 -
Mit einem feierlichen Gottesdienst, in dem langjährige Mitglieder geehrt wurden, leitete die Kirchenchorgemeinschaft Hochsal - Laufenburg die Mitgliederversammlung 2015 ein. Bild: Peter Meister Seit 70 Jahren Sängerin im Kirchenchor
- 22.11.2015 - Die Kirchenchorgemeinschaft St. Pelagius - Heilig Geist ehrt treue Mitglieder.
|
-
In einem feierlichen Gottesdienst wurden langjährige Mitglieder der Kirchenchorgemeinschaft Heilig Geist – St. Pelagius von Präses Pfarrer Klaus Fietz (rechts) geehrt. Von links: Vorsitzender Paul Rufle, Edith Sterzik (25 Jahre), Ehrenmitglied Franz Schwendemann, Gertrud Matt, Gisela Tröndle (je 50 Jahre) und Liselotte Gerg (70 Jahre) Foto: Claudia Marchlewski
22. November 2015 - Aus Badische Zeitung und SÜDKURIER
Mit einem festlichen Gottesdienst dankte Pfarrer Klaus Fietz der Kirchenchorgemeinschaft Heilig Geist – St. Pelagius am Samstagabend in der St. Pelagius-Kirche vor der Hauptversammlung der Sängerinnen und Sänger. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Harmonika-Orchester Laufenburg, stimmlich aufgepeppt durch die Bad Säckinger Solistin Christina Scholz.
Fietz nutzte den Vorabend des Cäcilientages, dem Fest der heiligen Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Paul Rufle würdigte er das Sängerjubiläum einiger Mitglieder. Für 25 Jahre aktives Singen wurde Edith Sterzik geehrt, Gisela Tröndle, Gertrud Matt und Franz Schwendemann wurden für 50 Jahre geehrt. Liselotte Gerg bringt es gar auf 70 Jahre Zugehörigkeit zum Kirchenchor. Schon im Alter von 13 Jahren kam sie zum Chor. Den Jubilaren überreichte der Pfarrer je eine Urkunde der Erzdiözese Freiburg. "Was wären unsere Gottesdienste ohne diese wunderbare Bereicherung", lobte der Präses. Rufle schloss sich seinen Worten an und dankte für das immense Engagement im Chor.
Franz Schwendemann wurde zum Ehrenmitglied ernannt
Bei den Vorstandswahlen in der anschließenden Hauptversammlung im Pfarrheim St. Mechthild wurde Paul Rufle einstimmig im Amt des Ersten Vorsitzenden bestätigt. Zwar ist Rufle auf der Suche nach einem Nachfolger, er "lässt aber den Chor nicht im Stich". Seine Stellvertreterin Barbara Rueb wurde in ihrem Amt bestätigt, ebenso die Kassiererin Christel Schlageter. Werner Spitznagel löst den bisherigen Schriftführer Franz Schwendemann ab. Schwendemann wird künftig gemeinsam mit Rolf Briegel die Kasse prüfen. Zu Notenwarten wurden Christel Schlageter und Werner Spitznagel bestellt, Ursula Böhler, Horst Volgmann, Manfred Offergeld und Gerda Schäuble sind die künftigen Beisitzer.
Peter Meister vom Pfarrgemeinderat Laufenburg dankte den Sängerinnen und Sängern für das Verschönern der Gottesdienste. "Ihr könnt froh sein, dass Ihr mit Johannes Böhler einen jungen, dynamischen Chorleiter habt", bekräftigte er.
Böhler, der den Chor neben seinem Studium leitet, beklagte den Probenbesuch, der mit 70 Prozent zu wünschen übrig lasse. Wegen der Überalterung der Chormitglieder sei es an der Zeit, neue Mitglieder anzuwerben, so Rufle.
Einen Wermutstropfen hatte der Chor in der Versammlung zu schlucken: Franz Schwendemann und Irmgard Kluge verabschiedeten sich von ihren Sangesfreunden. 25 Jahre lang war Schwendemann als Vorsitzender im Chor tätig und hat sich mit seinem Einsatz und seinen Ideen verdient gemacht. Dafür wurde er von Paul Rufle zum Ehrenmitglied ernannt. Irmgard Kluge war 43 Jahre im Chor aktiv.
Zwei Konfessionen, sieben Dirigenten
Horst Volgmann wurde für 50 Jahre im Dienst der Musica sacra mit Urkunde des Ordinariats geehrt.-
Für 50 Jahre im Dienst der Musica sacra bekam Horst Volgmann (links) eine Urkunde.
Paul Rufle, Vormann der Kirchenchorgemeinschaft Hochsal/ Laufenburg, gratulierte. Foto: Alfred Lins
28. Januar 2014 - Aus SÜDKURIER und Badische Zeitung
Die Ehrung von Horst Volgmann für 50-jähriges Singen in einem Kirchenchor stand im Mittelpunkt der Hauptversammlung der katholischen Kirchenchorgemeinschaft Hochsal/Laufenburg im Pfarrsaal St. Mechthild in Hochsal. Für das Ordinariat in Freiburg überreichte Pfarrer Klaus Fietz eine Urkunde.
Auf einen bemerkenswerten ökumenischen Aspekt wies der Vorsitzende Klaus Rufle hin: "Horst Volgmann gehörte zunächst dem evangelischen Kirchenchor in Laufenburg an, ehe er nach dessen Auflösung beim katholischen Chor Heilig Geist eintrat. Ihm ist es zu verdanken, dass wir regelmäßig die evangelischen Gottesdienste am Buß- und Betttag und am Karfreitag mitgestalten." In seinen Dankesworten stellte Volgmann fest, dass er in den fünf Jahrzehnten unter nicht weniger als sieben Chorleitern "gedient" habe.
Die Aktivitäten des vorigen Jahres, zur Hauptsache die musikalische Ausschmückung der kirchlichen Festtage in Hochsal und Laufenburg, ließ Chronist Franz Schwendemann Revue passieren. Die Pflege des Zusammenhalts untereinander erfolgte bei einem Ausflug an den Bodensee und bei einer Nikolausfeier. Einen ausgeglichenen Kassenbericht legte Rechnerin Christel Schlageter vor.
Das musikalische Rüstzeug für die Auftritte erwarb der Chor bei 44 Proben. "Deren Besuch ist ausbaufähig", stellten der Vorsitzende und Chorleiter Johannes Böhler übereinstimmend fest. Nur zweimal gefehlt hatten Gertrud Böhler, Gisela Tröndle, Barbara Rueb, Roland Müller und Franz Schwendemann, gefolgt von Manfred Offergeld (drei Fehltage) sowie d Christel Schlageter und Paul Rufle (sechsmal nicht anwesend). Ihren Eifer belohnte der Vorsitzende mit einem Weinpräsent. Pralinen gab es für den Chorleiter, "zur Regeneration nach vorausgegangenem Proben- und Auftrittsstress", wie Rufle meinte.
Vermehrt Auftritte außerhalb der Gotteshäuser forderte Monika Labude in der Aussprache ein. "Im Hinblick auf Mitgliederzuwachs dürfen wir uns nicht auf der Empore verstecken", argumentierte sie und schlug einen Auftritt beim diesjährigen Pfarrfest in Hochsal vor. Eine Diskussion löste auch die Frage nach der geeigneten Chorliteratur aus. "Die Gottesdienstbesucher werden immer älter und erwarten die traditionellen Lieder, andererseits fällt er schwer, mit diesem Liedgut junge Nachwuchssängerinnen und -sänger zu gewinnen", so die Auffassungen. Paul Rufle sprach sich für einen Mittelweg aus, und Johannes Böhler ergänzte: "Machen Sie Vorschläge. Ich werde mich solchen nicht verschließen." Alfred Lins
Chorgemeinschaft meistert turbulentes zweites Jahr
Christel Schlageter ist seit 50 Jahren vielfältig aktiv mit dabei.
|
-
Für 50 Jahre im Kirchenchor wurde Christel Schlageter von Pfarrer Klaus Fietz (links) und dem Vorsitzenden Paul Rufle geehrt. Foto: Charlotte Fröse
28. Januar 2013 - Aus Badische Zeitung und SÜDKURIER
"Das zweite Jahr in der neuen Chorgemeinschaft war turbulent und arbeitsreich", betonte der Vorsitzende der Kirchenchorgemeinschaft Hochsal-Laufenburg, Paul Rufle, in der Hauptversammlung im Pfarrheim St. Mechthild in Hochsal. Vor allem der Dirigentenwechsel habe das gemeinsame Singen überschattet. Die langjährige Leiterin Lucia Moser gab ihr Amt im August ab. Dass mit dem jungen Johannes Böhler schnell ein Nachfolger gefunden wurde, bezeichnete Rufle als großes Glück.
Bedauert wurde, dass auf Wunsch des Chors von St. Johann/Schweiz nach dem Zusammenschluss der Kirchgemeinden von Laufenburg und Sulz das Singen über die Landesgrenze hinweg zu besonderen Gelegenheiten beendet wurde. Man wolle aber deswegen noch mal Gespräche führen, betonten Präses Pfarrer Klaus Fietz und Rufle. Das Singen zu besonderen Anlässen in der evangelischen Kirche Laufenburg indes wird aufrechterhalten. Fietz sagte, dass nach neuen Sängern Ausschau gehalten werden und dabei auch über die Dorfgrenze geschaut werden müsse. Vor allem mit der großen Seelsorgeeinheit ab 2015 kämen auch auf den Chor neue Herausforderungen zu.
Die Neuwahl des Vorstands brachte kaum Veränderungen. Wiedergewählt wurden: Paul Rufle (Vorsitzender, Kontakt: 07763/ 5951), Barbara Rueb (Vize), Franz Schwendemann (Chronist), Christel Schlageter (Kassen) sowie die Beisitzer Horst Volkmann und Manfred Offergeld. Neue Beisitzerin ist Ursula Böhler. Monika Gersbach, Rolf Biegel und Gerda Schäuble schieden als Beisitzer aus. Charlotte Fröse
Lucia Moser geht, Johannes Böhler kommt
Wechsel im Dirigentenamt der Kirchenchorgemeinschaft.
02. Oktober 2012 - Von Winfried Dietsche/Badische Zeitung
Stabwechsel bei der Kirchenchorgemeinschaft Hochsal/ Laufenburg: Dirigentin Lucia Moser gibt das Amt ab an Johannes Böhler, der zum ersten Mal einen Chor übernimmt und am Donnerstag mit den Proben beginnt. Der knapp 20-Jährige, der in der Kirche in Hochsal auch die Orgel spielt, stammt aus der Binzger Musikerfamilie Böhler, tat sich als Pianist vielfach bei Wettbewerbs- und Auswahlauftritten hervor und hat im Herbst 2010 die C-Prüfung als Kirchenmusiker abgelegt. Böhler studiert von diesem Monat an in Freiburg Chemie und Mathematik. Der Vorsitzende der im Mai 2011 auch formal zusammengefügten Chorgemeinschaft, Paul Rufle, erklärte der BZ zum Abgang Mosers – sie hatte vor rund achteinhalb Jahren den Hochsaler Chor übernommen –, dass es zuletzt "auf beiden Seiten etwas geharzt" und sich "eine Auszeit" der Dirigentin angeboten habe. Moser werde nach "sehr schönen Jahren" noch angemessen verabschiedet. Die scheidende Chorleiterin ("Ich will auf keinen Fall böses Blut") sprach auf Anfrage nur davon, dass sich "die Dinge ein bisschen verselbständigt" hätten.
Aus der Ur-Geschichte des Kirchenchores Hochsal
Erzählt vom ehemaligen Chorleiter Roland Müller
Gut 35 Jahre war Roland Müller Dirigent des Kirchenchors Hochsal, seit über 20 Jahre ist er Organist in der Pfarrgemeinde Heilig Geist Laufenburg. Die Kirche und die Kirchenmusik prägen sein Leben. Seine Erzählung über diese lange Zeit ist einfach hinreißend und ebenso hintergründig. Ein wunderbares und wertvolles Stück aus dem Leben und der Geschichte unserer Seelsorgeeinheit.

Musikalische Revolution in Hochsal oder die Geschichte der „Turmnoten“
An einem Sonntagnachmittag stand Herr Pfarrer Gerhard Schmeiser vor unserer Haustür und bat um eine Unterredung. Er war ein ruhiger, freundlicher und vornehmer Herr, sein Vater war deutscher Botschafter in der ehemaligen Kolonie Deutsch – Ostafrika. Im Pfarrhaus hingen deshalb auch Speere und Schilde aus Afrika nebst einer Unmasse an Vogelkäfigen, aus denen es unentwegt zwitscherte und pfiff. - Der Stiftungsrat habe mich zum Dirigenten gewählt und ich könne den Chor sofort übernehmen. Das hatte ich jetzt davon, dass ich auf Anraten meiner jungen Frau Gertrud sofort im Schülergottesdienst Orgel gespielt habe. Nebenbei: den Liedzettel hierfür lieferte jedes Mal die Haushälterin, Frl. Schmid, viele badische Lieder kannte ich nicht – ich kam ja aus der Diözese Rottenburg.
Orgel … o je! O jeh!
Manche Register waren nicht spielbar, das Pedal ganz unmöglich, die Tasten musste der Spieler fast 2 cm hinabdrücken. Dieses Ungetüm stand auf der zweiten Empore direkt unter der Stuckdecke. Eine neue Orgel sei unbezahlbar und außerdem stünde einmal eine Gesamtrenovation der Kirche an. - Der Chor musste sich links und rechts neben dem Spieltisch platzieren. Die Akustik hier oben nahe dem Himmel war mehr als seltsam. Organistin war Fräulein Hildegard Mutter aus Schachen. Sie versah ihr Amt in großer Treue, tat sich aber mit Neuerungen sehr schwer. Im Vergleich zu heute: die Orgel wurde in großen Teilen ein Neubau, das historische Geklapper der Ventile musste beibehalten werden wie ebenso das kleine süddeutsche Pedal, - die obere Empore wurde entfernt.
Am oberschwäbischen Petersdom mit Kirchenmusik geimpft
In unserer siebenjährigen Ausbildung zum Lehrerberuf wurde viel musiziert und gesungen, wir wurden in Musik gebadet, auch musste jeder Lehrer ein Instrument spielen können. Ich brachte also einen reichen Schatz an Musikwissen mit, meine Impfung dazu mit Kirchenmusik geschah am oberschwäbischen Petersdom, in Weingarten - sicher keine schlechte Adresse. Was aber keiner von uns angehenden Kirchenmusikern so schnell lernen konnte, war die praktische Seite einer Chorführung und den Umgang mit Menschen.
Die erste Chorprobe: Roland sei vorsichtig ....
So kam die erste Chorprobe. Ich wusste, dass ich als junger Spund nicht überall gern gesehen war. Mal sehen, wie das ablaufen wird. Roland – sei vorsichtig – Der Kanon „Dona nobis pacem“ wäre wohl eine gute erste Begegnung. Wieder: „O je! Was ist denn das?- ist das einstimmig? Wir singen aber alles vierstimmig!“ Kurz: das polyphone Singen war unbekannt und der Kanon an diesem Abend nicht zu schaffen. Ein Liederbuch wurde ausgeteilt, der „Heim“ - Gesänge aus dem 19.Jhd., im Stile von „Es steht eine Mühle im Schwarzwäldertal“ oder sehr fromm: „Über den Sternen, da wird es einst tagen, da wird dein Sehnen, dein Hoffen erfüllt“ ...mir grauste es ...Und: wie soll das gehen; alle 14 Tage eine lateinische Messe? Kein Problem, wir können 17 Messen jederzeit singen.... Siebzehn Messen ???… ich habe sie mir alle angeschaut. Es waren samt und sonders Werkchen aus der Zeit der sogenannten Caecilianer, also des neunzehnten Jahrhunderts. Einfachste, d.h. sehr primitive Musik. Das sollte ich dirigieren?
"Das geht nicht! das ist ja deutsch!"
Zu meiner Überraschung fand ich im Notenschrank Gesänge für Chor und Gemeinde für die Karwoche, vor allem für die Osternacht, Christopherus/Herder-Verlag Freiburg – also sehr gut katholisch und hochmodern. Ich stürzte mich darauf und übte mit Frau Jehles Frauen aus dem Frauen- und Mütterverein an einigen Abenden in der Kirche und in den Kapellen unseres Kirchspiels. Stolz ging ich mit diesem meinem ersten Erfolg zu Herrn Pfarrer Schmeiser und erntete großes Entsetzen: „Das geht nicht! Das ist ja d e u t s c h ! Ich muss doch alles lateinisch ...“ Lieber Herder-Verlag! Hast Du das nicht gewusst? Oder warst Du Deiner Zeit weit voraus? Wir sangen also brav weiter: Laudate eum tympano et coro, laudate eum chordis organo – nebendran stand aber doch die deutsche Übersetzung, und auch schon zum Singen eingerichtet: Lobt Ihn mit Pauken und Reigen, lobt Ihn mit Flöten – und Saitenspiel ...Also weiter im der Chorarbeit!
Die heilige Caecilia schickte junge Sängerinnen
Die hl. Caecilia, Patronin der Kirchenmusik, kam mir zu Hilfe: Sie schickte mir für den Anfang drei Entlassschülerinnen aus Rotzel als neue Sängerinnen: Irmgard Gerteiser/Kluge – Iris Ebner -Sonja Eschbach; später kamen aus Hochsal Christel Huber/Schlageter – Brigitte Eschbach/Huber – die Rüde-Schwestern - Hedi Gaßmann/Ebner dazu und noch später Gabi Ebner, Clemens Kluge, Joachim Böhler, Cornelia Mutter und die Geschwister Barbara und Johannes Müller. Nun war es sehr einfach, diese fürchterlichen Messen eine nach der anderen zu vergessen ...und bei der großen Renovation 1976 landeten diese „Schätze“ samt Notenschrank auf dem Turm - und konnten dort jahrelang die schöne Aussicht genießen bis sie – o Schreck - 2010 von Herrn Pfarrer Auer wiederentdeckt wurden. Für die Musikgeschichte waren sie sehr wohl interessant – der Diözesan-Archivar Herr Christoph Schmider nahm sie mit nach Freiburg – requiescant in pace! - Was mich nachdenklich stimmt: Es gibt sicher Chöre und Chorleiter, die in dieser süßlichen Welt immer noch daheim sind. Auch gibt es katholische Verlage, die meinen, mit einer Neuauflage solcher Musik kleineren Chören Hilfe zu bieten ...
Wink mit dem Zaunpfahl: "Nach der Probe kann ich immer schlecht schlafen"
Zurück zu den Neuanfängen: ich konnte nichts wegnehmen ohne dafür etwas Neues zu bringen. Ich fing an zu suchen und wälzte stoßweise Prospekte aus den verschiedensten Katalogen und ließ mir Ansichtssendungen schicken. Auch versuchte ich, mir Hilfe aus Richtung Weingarten zu holen. Als einfache und kurze Messe wurde mir die „Missa emendemus“ von Palestrina empfohlen. Musik aus dem Petersdom!!! - Höchste, reinste katholische Kirchenmusik !!! - Welch ein grandioser Reinfall, - das war natürlich viel zu schwer. Ich erfuhr ganz freundlich: „Nach der Probe kann ich immer nicht schlafen!“ Das kann ich heute sehr wohl verstehen. Sehr schöne Lieder und Motetten fand ich dagegen bei Verlagen der evangelischen Kirchenmusik: Bärenreiter, Möseler Verlag, Carus. Die Not mit unserem Orgel-Ungetüm führte mich zur hohen Kunst der a-capella-Literatur überwiegend alter Meister. Welch ein Erfolg: Jung und Alt fand Freude an dieser doch recht schweren Musik. Dankbar erinnere ich mich auch an treu gediente Sänger / innen, etwa die Damen und Herren Anna Schlachter, Ida Enderle , Franz Vogelbacher, Alfred Tröndle, die sich mit dem Neuen „Alten“ abfinden mussten. Eine Episode am Rande: In einer Heiligen Nacht wollten wir das „Stille Nacht“ in der Originalfassung von Franz Gruber musizieren, das heißt mit Gitarrenbegleitung. Gabi Ebner und Barbara Müller konnten das besorgen – nur mussten wir die Spielerinnen mitsamt ihren Instrumenten still und heimlich auf die Empore bringen, denn eine Gitarre in der Kirche … - letztendlich hat es auch Hochwürden Wunderwürden gut gefallen.
Frauen- und Mütterverein finanzierte kleines Orchester
Da wäre noch etwas: Nachdem wir so recht gut beisammen waren, wäre die Hinzuziehung einiger weniger Instrumente eine große Bereicherung. Nein, Geld gibt es nur für Dinge, welche nachher im Inventar stehen und vorhanden bleiben. Musik dagegen ist – husch – wieder verschwunden. Zur Primiz von Herrn Pfarrer Tröndle aus Rotzel sangen wir die Missa brevis in G von Mozart. Über Herrn Schmider, Chorleiter von Hl.Geist, kam ich an den Orchesterverein in Bad Säckingen. Zwei Violinen und ein Cello würden 3 x 20 DM kosten – die hl. Caecilia schickte mich zu Frau Marianne Jehle, Vorsitzenden des Frauen- und Müttervereins. Die hatten eine kleine Kasse und freuten sich über unser Können. Auch die kleine Orgel – Solo – Messe von Haydn (Solist: Clemens Kluge) konnten wir nur dank einer Spende eines mir bis jetzt unbekannten Chormitglieds finanzieren.
"Chorfusion wäre schon früher notwendig gewesen"
Schluss mit dem Gejammer! Über alles weitere wäre im Protokollbuch des Kirchenchors nachzulesen. Es kamen erste, vorsichtige, aber schöne gemeinsame Unternehmen mit den benachbarten Sängern von Hl.Geist, ein von mir und Herrn Pfarrer Edgar Volk gewünschtes „Mehr“ war nicht so schnell zu erreichen – erst im Jahre 2010 sollte es notgedrungen Wirklichkeit werden. Es wäre schon früher notwendig gewesen, denn unsere Jugend musste ins Studium bzw. in einen Beruf fern der Heimat. So kamen beide Chöre bald an ein Existenzminimum.
Für Heilig Geist und Rhina das Orgelspiel neu erlernt
Nach dem Wegzug von Familie Norbert Wetzel bat mich Pfarrer Volk – 1992- den Organistendienst in Hl. Geist und Rhina zu übernehmen. Nach 20 Jahren Orgel-Abstinenz keine einfache Sache. Ich musste das Orgelspiel neu lernen ...Und wie schön war es dann, die Gemeinde im Gottesdienst begleiten zu können: So müsst ihr singen, ich spiele es euch vor! Oder das gemeinsame Musizieren mit Paul Ebner und seiner Trompete oder die vereinten Chöre von St.Pelagius/Hl.Geist/St.Johann (CH) in der Orchestermesse zu begleiten!
Schola bereicherte Gottesdienste mit neuem Liedgut
Auf Pfarrer Volks Anregung hin gründete sich eine kleine Schola – Vorsängergruppe für die Gemeinde - fünf junge Frauen unter Susi Mosch – sehr bald nach ihrem Weggang übernahm Gertrud Müller diese Aufgabe. Neue Singbegeisterte und auch Hochsaler Chormitglieder kamen hinzu ,ein Blockflötenquartett sorgte für Farbe und Gertrud konnte mit dieser Gruppierung manchen Gottesdienst mit neuem Liedgut bereichern. Ein Sonderlob gebührt jungen Flötendamen, die einst als Schülerinnen bei Gertrud gelernt hatten und bis heute immer dabei sind, wenn sie gerade können. Ich nenne Karin Schäuble, Veronika Hasieber, die Geschwister Stefan und Silke Schmid, nicht zu vergessen alle Musizierenden der Familie Böhler.
Und …? Hat sich das alles gelohnt? So viel Freizeit zu investieren?
Die Antwort finde ich bei einem Fasten-Hirtenwort unseres verstorbenen Erzbischofs Oskar Saier, der sinngemäß sagte: „Unser Mittelpunkt ist die Eucharistiefeier am Sonntag und wir müssen alles erdenkliche daransetzen, eine gute und wertvolle Gestaltung zu ermöglichen!“ Roland Müller







