Kirchenchor Albbruck

Kirchenchor St. Josef auch im Lockdown voll aktiv
- 08.06.2022 - 
Im Bild von links: Lucia Moser, Arno Strittmatter-Welsch, Gisela Strittmatter, Bernhard Gantner, Franziska Ebner.
Im Bild von links: Lucia Moser, Arno Strittmatter-Welsch, Gisela Strittmatter, Bernhard Gantner, Franziska Ebner.
Nach der von Lockdowns geprägten Vergangenheit blickt der Chor wieder hoffnungsvoll in die Zukunft und plant wieder Messen aufzuführen. Die Mitglieder des Kirchenchores trafen sich zur Hauptversammlung im Gasthaus Engel in Luttingen. Während der Pandemie verzeichnete der Chor so viele musikalisch begleitete Gottesdienste wie noch nie. Da der Gemeindegesang nicht möglich war, waren immer genügend Sänger für eine spontane Schola zu finden. Ein bisschen Überwindung kostete es, in einer kleinen Gruppe zu singen, weil es dort auf jede einzelne Stimme ankommt, aber der lebendige Gemeinschaftsgeist meisterte auch diese Hürde mit Bravour.
Um ihren langjährigen Einsatz im Kirchenchor St. Josef Albbruck zu würdigen und zu danken wurden drei Chormitglieder vom Diözesan-Cäcilien-Verband geehrt. Schon mehr als 60 Jahre im Chor ist Gisela Strittmatter, gefolgt von Werner Knab mit 50 Jahren und Arno Strittmatter-Welsch mit 40 Jahren Mitgliedschaft. Als Dank erhielten sie vom Chor noch ein Geschenk.
Ein herzliches Dankeschön auch an die Vorsitzende Franziska Ebner und Dirigentin Lucia Moser für ihr Engagement während der von der Pandemie gezeichneten Zeit, die die „Fäden der Chorgemeinschaft in der Hand behalten haben“, was mit viel Arbeit verbunden war.
Als Vertreter der Seelsorgeeinheit war Bernhard Gantner vom Gemeindeteam zur Entlastung der Vorstandschaft anwesend.
Cilli Danner und Hugo Lauber seit 60 Jahren im Chor

März 2018 : Aus dem SÜDKURIER

Pfarrer Klaus Fietz dankte Cilli Danner, Hugo Lauber, Barbara Albiez, Franziska Ebner, Dirigentin Lucia Moser und Dieter Gantert (von links) für die langjährige Bereitschaft, die Gottesdienste mitzugestalten. | Bild: Verein

Nach der musikalischen Mitgestaltung der Vorabendmesse in der St. Josefkirche in Albbruck trafen sich die Kirchenchormitglieder zur Hauptversammlung im Bernhardsheim. In dessen Mittelpunkt standen die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Pfarrer Klaus Fietz als Leiter der Seelsorgeeinheit dankte den Sängern für ihr Engagement und ihre Treue zum Kirchenchor mit der Überreichung der Urkunden vom Cäcilienverband.

Cilli Danner und Hugo Lauber, der langjährige Organist sind bereits stolze 60 Jahre Mitglied im Kirchenchor. Franziska Ebner, die seit vielen Jahren als Vorsitzende die Fäden in der Hand hält, und Dieter Gantert sind seit 40 Jahren Mitglied und seit 25 Jahren singt Barbara Albiez im katholischen Kirchenchor.

Zufrieden war Dirigentin Lucia Moser mit dem Verlauf des Jahres. Sie freue sich auf Ostern und vorab auf die Feier des Patroziniums am Sonntag, 18. März. Dabei wird der Kirchenchor den Festgottesdienst um 10 Uhr mit der Spatzenmesse von W. A. Mozart den Besuch zu einem besonderen Erlebnis machen. Dann werden Jonas Ebner an der Orgel, vier Gesangssolisten und ein Streichorchester mit dabei sein.

Als Vertreter des Gemeindeteams dankte Bernhard Gantner dem Kirchenchor St. Josef für die gute Zusammenarbeit und dem Vorstand für den stetigen Einsatz. Ähnlich wie im vergangenen Jahr wird der Kirchenchor Gottesdienste mitgestalten, bei Anlässen der Seelsorgeeinheit mitwirken und beim Dorffest mit dabei sein. 

Glücklich über Dirigentin Lucia Moser
- 04.03.2017 -   

In der Hauptversammlung des Kirchenchors St. Josef Albbruck freute sich die Vorsitzenden Franziska Ebner, dass es im vergangenen Jahr gelungen ist, mit Lucia Moser eine neue Chorleiterin zu finden. Sie fühle sich im Chor sehr gut aufgenommen und freue sich auf die nächsten Anlässe, bei denen der Kirchenchor neben dem Gesang vor allem auch die Geselligkeit pflegt. Nach dem gemeinsamen Singen aller Chöre der Seelsorgeeinheit aus Laufenburg-Hochsal, Luttingen, Albbruck und Birndorf an den 60. Geburtstagen von Pfarrer Klaus Fietz und Hans-Joachim Greulich stehen in den kommenden Monaten die Vorbereitungen auf das Patrozinium und Ostern an. 

Zudem folgt später der gemeinsame Gottesdienst der gesamten Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck an Fronleichnam. Wie in den vergangenen Jahren wird der Albbrucker Kirchenchor in gewohnter Weise auch wieder am Albbrucker Dorffest teilnehmen. Pfarrer Hans-Joachim Greulich dankte den und Sängern für das gute Zusammenwirken im Bereich musikalischer Gestaltung der Gottesdienste. „Ich fühle mich wohl und freue mich bei den Zusammenkünften des Chores dabei sein zu können“, so der Kooperator. Franziska Ebner, die allen für ihr Engagement im Verein dankte, durfte sich über die Bezeichnung „beste Vorständin“ freuen. Am Ende der üblichen Berichte und als Schlusszeichen hinter die Tagesordnung erklang das Lied „Ubi Caritas“. Weitere Sänger in allen Stimmlagen sind stets beim Kirchenchor willkommen. Die Probe ist jeweils donnerstags von 19.30 bis 21.15 Uhr.

 

Kirchenchor Albbruck verabschiedet langjährigen Dirigenten Klaus Kunzmann - Lob und Dank an den langjährigen und bewährten Chorleiter

    - 14.04.2016 -  

Pfarrer Klaus Fietz und die Vorsitzende des katholischen Kirchenchores St. Josef, Franziska Ebner, dankten im Gottesdienst Klaus Kunzmann für seine 15-jährige Dirigententätigkeit. Foto: Dieter Gantert

Nach 15 Jahren hat Klaus Kunzmann als Dirigent vom katholischen Kirchenchor in Albbruck seine Tätigkeit aufgegeben. Bedingt durch seine berufliche Veränderung kam er zu dieser Entscheidung, was von den Chormitgliedern sehr bedauert wurde. Pfarrer Klaus Fietz dankte dem scheidenden Chorleiter für sein Engagement mit dem er die Kirchenmusik umsetzte und immer wieder mit Konzerten und neu einstudierten Messen die Gottesdienste für die Besucher auf besondere Weise erlebbar machte. Am 5. Oktober 2001 stand Klaus Kunzmann erstmals vor den Sängerinnen und Sängern, die zu „seinem“ Chor wurden.

Wenige Monate später schon wurde das Weihnachtskonzert mit -oratorium und einem Konzert für Harfe und Orchester aufgeführt. So wie bei seinem ersten in Albbruck erlebten Kirchenpatrozinium stand er bei seinem Abschied in der Mozartmesse Missa brevis in D-Dur KV 194 vor den Sängerinnen und Sängern. Immer wieder standen in den vergangenen Jahren besondere Höhepunkt auf dem Programm.  So wurden in Tiengen und Albbruck 2004 und 2007 und 2006 sogar in Bad Säckingen zusammen mit dem Klettgaugymnasium Gospelmessen aufgeführt. Gemeinsam mit dem Birndorfer Kirchenchor beeindruckten die Konzerte mit Werken von J. Rheinberger, J. Weyrauch, A. Guilmant und W. A. Mozart die Besucher. Eindrucksvoll war das Konzert aller Kirchenchöre der neuen Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck im vergangenen Jahr.

Unvergessen bleibt auch die Mitwirkung an den Jubiläumskonzerten zum 100-jährigen Jubiläum des Gesangvereins Albbruck und den traditionellen Kirchenkonzerten des Blasorchesters Albbruck im Dezember 2008 und 2014.  Text: Doris Dehmel/SÜDKURIER 

Kirchenchor Albbruck bei Papstaudienz in Rom

- 10.11.2015 -  

Die Pilgergruppe des Kirchenchors Albbruck mit der Vorsitzenden Franziska Ebner (rechts) und Dirigent Klaus Kunzmann (links) in Rom. Foto: Dieter Gantert
Zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde die Jubiläums-Pilgerreise des Kirchenchors St. Josef Albbruck nach Rom. Die einwöchige Tour in die Heilige Stadt war eine der Highlights der Feierlichkeiten zum 100jährigen Bestehen. Die 40 Romreisenden im Alter von 13 bis 86 Jahren, zum Teil mit Partnern der Chorsänger kamen hellauf begeistert von den erlebten Eindrücken zurück. Absoluter Höhepunkt war die Papstaudienz mit namentlicher Begrüßung der Pilgergruppe aus Albbruck. Die Gruppe aus Albbruck hatte das Glück, dem Heiligen Vater ganz nahe zu sein. Begünstigt war die Reise nach Italien von dem sonnigen und warmen Wetter.

Ganze 14 Stunden war die Pilgerschar auf dem Hinweg mit dem Bus unterwegs. Doch war schnell allen klar, dass sie für die lange Fahrt tausendfach belohnt wurden. Im gebuchten Hotel in unmittelbarer Nähe zum Vatikan und trotzdem ruhig in einer schönen Parkanlage gelegen, ließ sich gut wohnen. Das Wetter war prächtig und die versierte Führerin durch Rom bestach nicht nur mit ihren profunden Kenntnissen, sondern auch mit ihrer Lebendigkeit und ihrem Humor, die einzigartigen Sehenswürdigkeiten der ewigen Stadt den Besuchern nahe zu bringen.
In den ersten Tagen nach der Anreise wurden die Vatikanischen Gärten, die Sixtinische Kapelle und der Petersdom besichtigt. Unvergesslich bleiben wird die Papstaudienz. Chormitglieder waren gefangen von der ganz besonderen Aura, die Papst Franziskus umgibt – von seiner Ausstrahlung und seiner Natürlichkeit. 

In den nächsten beiden Tagen stand das antike Rom auf dem Besichtigungsprogramm, wie die Kirchen San Prassede und Santa Maria Maggiore, die Spanische Treppe, der Trevi Brunnen, einer der bekanntesten Brunnen der Welt. Natürlich gehörte auch das Pantheon ebenso zu dem Pflichtprogramm wie die Piazza Navona mit ihren Springbrunnen.

Klar, dass auch das Kolosseum beeindruckte gehörte, das größte antike Amphitheater der Welt. Zum antiken Rom gehört auch das Forum Romanum, das gesellschaftlich, kulturelle, wirtschaftliche und politische Zentrum der Stadt. Und dann ging es zur Basilika San Pietro in Vincoli (St. Peter in den Ketten) am Esquilin-Hügel in der Nähe des Kolosseums. Beste Stimmung auch beim Besuch auf den den Aventin, den südlichsten der sieben Hügel Roms mit seinen berühmtesten Sehenswürdigkeiten wie die Kirche Santa Sabina sowie Santa Mara des Priorato, die Kirche des souveränen Malteserritterordens. Und zum Abschluss ging es noch zur Kirche St. Paul vor den Mauern, der bis zum Bau des Petersdoms größten Kirche der Welt.

Mit ganz vielen, neuen und interessanten Eindrücken vom Vatikan, von Kunst und Kultur der über zweieinhalb Jahrtausende Geschichte reichen ewigen Stadt, startete der Bus mit der überglücklichen Pilgerschar wieder über die Autobahn Richtung Heimat. Diesmal dauerte die Fahrt „nur“ zwölf Stunden. –prm-

100 Jahre Kirchenchor St. Josef Albbruck
 

Das kirchenmusikalische Leben begann mitten im 1. Weltkrieg, als auf dem jetzigen Parkplatz der Pfarrkirche, die von Rheinfelden überlassene Notkirche, errichtet wurde. Die Orgel wurde damals mit einem großen Blasebalg betrieben, der von den Ministranten bedient wurde. Wenn keine anwesend waren, mussten die Chormitglieder selbst die „Orgel trampen“ und aufpassen, dass ihr nicht die Puste ausging.

Unter ihrem ersten Dirigenten Julius Waldschütz wurden vorwiegend lateinische Messen und Gesänge einstudiert, welche die Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen bereicherten. Auch weltliches Liedgut wurde zur Förderung der Chorgemeinschaft gepflegt.

Diese Tradition wurde unter dem nachfolgenden Chorleiter Karl Buss weitergeführt und auch weiterentwickelt. Man wagte sich bald an die Aufführung von Orchestermessen, von Joseph Haydn und W. A. Mozart. Ein besonderer Höhepunkt war das Einstudieren der „Missa in honorem Beati Bernardi de Offida“, genannt Heilig-Messe, von Joseph Haydn, die am 13.12.1953 zum ersten Mal aufgeführt wurde. Dass sich das Einüben großer Messen nicht ohne Reibungen vollzog, geht aus dem Bericht der Schriftführerin Maria Nann hervor.

„Wir treffens dem Dirigenten nicht immer. Das Näherrücken des Kirchenkonzertes macht ihn sehr nervös. So haben wir ihn denn bei der Probe am 13. November so verdaibt, dass er Reißaus genommen hat. Aber wenn der Hirte geflohen ist, so hat doch die Herde standgehalten und das Benediktus tapfer zu Ende gebracht!"

Die nachfolgenden Jahre wurden geprägt vom neuen Junglehrer der Albbrucker Schule, Hugo Lauber, der 1957 das Dirigat des Chores von Karl Buss übernahm und diese Position bis 2001 innehatte. Auch er führte die Tradition weiter und studierte neue Messen ein. Der Chor nahm an Kirchenmusiktagen teil und ab den späten 60ern wurden sogar Konzerte durchgeführt.

So manchen Ausflug hat der Chor unternommen. Dabei gingen die Reisen ins Elsass und in den Schwarzwald, an die Schweizer Seen, im Jahr 1968 sogar bis nach Rom. In den 90 Jahren besuchte der Chor Carmignano di Brenta, die Partnergemeinde von Albbruck, in Oberitalien.

Schon früh wurden im Chor Hochzeiten gefeiert. Als erstes gab es im Oktober 1965 eine richtige Chorhochzeit, denn die Brautleute Hugo Strittmatter und Gisela Frank lernten sich im Chor kennen. Weitere Hochzeiten aus den Reihen der Chormitglieder folgten. So auch die Hochzeit der derzeitigen Vorsitzenden Franziska Ebner und ihrem Ehemann, der Chormitglied im benachbarten Kirchenchor in Luttingen war. Klar, dass beide Chöre zusammen die kirchliche Trauung mit der Orgelsolomesse von Joseph Haydn feierlich gestalteten. Unterstützt vom Orchesterverein aus Bad Säckingen, der Solistin Frau Oswald aus Dogern und der Schwester der Braut an der Orgel, erklang die Brautmesse in der St. Josefskirche.

Im Bericht ist zu lesen:

„Ein Wettsingen unter den zwei Chören am Abend bei der weltlichen Feier kam nicht zustande, da die Chormitglieder zu sehr damit beschäftigt waren das Tanzbein zu schwingen.“

Weitere musikalische Anlässe folgten. So wurde zum Silbernen Priesterjubiläum von Pfarrer Leo Groner im Jahr 1985 die G-Dur Messe von Franz Schubert zu Gehör gebracht.Gemeinsam mit dem evangelischen Kirchenchor aus Laufenburg führte man 1985, in einem Konzert mit historischen Instrumenten, Werke aus dem 16. und 17. Jahrhundert und die „Missa Carminum“ von Heinrich Isaac auf. Das Kreiskuratorium für Weiterbildung beim Landratsamt Waldshut veranstaltete am 2. Advent.

1975 ein Konzert mit Werken des Komponisten Gerbert Mutter aus St. Blasien. Aufführende waren der katholische Kirchenchor Albbruck gemeinsam mit dem Blasorchester Albbruck, Kantor Michael Felix aus Bad Säckingen an der Orgel, Rudolf Peske mit Oboe, und Werner Goos spielte Violine.

Das 75jährige Jubiläum des katholischen Kirchenchores feierte man an Weihnachten 1990 festlich mit der Krönungsmesse von W. A. Mozart. An Himmelfahrt 1997 wurde ein Konzert mit der Messe von Joseph Haydn und Werken von W. A. Mozart durchgeführt. Unterstützt wurde der Chor durch den katholischen Kirchenchor Gurtweil und einem Orchester aus der Region. Auch Dekanatstreffen und -singen waren immer ein fester Bestandteil des Kirchenchorkalenders – ob in Waldshut, Todtmoos oder Höchenschwand.

Ebenso galt es immer wieder treue Mitglieder aus den Reihen des Chores zu ehren. Hier seien auch die runden Geburtstage erwähnt, die oft im Kreise des Chores gefeiert werden. Zu lesen ist in den Büchern vom 50. Geburtstag des Chorleiters, der im Laufe des Abends etwas resigniert wirkend fragte, ob man keinen neuen Chorleiter als Nachfolger für ihn kenne. Die Frage wurde als „um Jahrzehnte zu früh gestellt“ abgewehrt, „sei der Fragende doch erst dem gehobenen Jünglingsalter entstiegen und man hoffe mit ihm noch viele gute Leistungen zu vollbringen“.

Nicht zu vergessen ist der 75. Geburtstag von Maria Klemm, die den gesamten Chor in den Engel nach Luttingen eingeladen hatte. Den Tischschmuck für diese Feierlichkeit stellte sie in liebevoller Kleinarbeit selbst her.

Ein ebenso fester Termin im Kalender ist das alljährlich am ersten Septemberwochenende stattfindende Dorffest. In den Anfängen war der katholische Kirchenchor mit einer ausgeliehen Hütte aus Luttingen vertreten. Heute ist ein Festzelt, in dem das „Cafe Kirchenchor“ untergebracht ist, schon Normalität. Aber heute wie früher gilt es, tüchtig in die Hände zu spucken, wenn es heißt, wir sind beim Dorffest wieder mit dabei.

Auch weltliche Anlässe wurden immer wieder umrahmt. So unter anderem der Bazar der katholischen Kirchengemeinde in der Turnhalle in Albbruck. In dessen Zuge im Jahr 1982 ein bunter Abend zugunsten der Kirchenrenovierung stattfand, bei dem gemeinsam mit dem Gesangsverein Albbruck und dem damaligen Harmonika Orchesters Albbruck, der „Donauwalzer“ von Johann Strauss aufgeführt wurde. Anlässlich eines Altennachmittags wurde das einstudierte Lied „Harmonie in der Ehe“ von Joseph Haydn zum ersten Mal aufgeführt. Mit der Harmonie des Gesanges war es aber nicht so gut bestellt und das Lied musste ein zweites Mal begonnen werden.

Am 1. Mai wurde mit Kind und Kegel die nähere Umgebung erwandert, was hin und wieder buchstäblich ins Wasser fiel, da es den ganzen Tag regnete. Vor den Sommerferien hatte es sich eingebürgert, mit einem Hock in die Sommerpause zu gehen. In und um das Bernhardsheim roch es nach Gegrilltem und bei geselligem Beisammensein ließ man das Probenjahr ausklingen.

Die Renovierungsarbeiten an der Pfarrkirche St. Josef konnten Weihnachten 1982 beendet und die bevorstehenden Festtage mit der Mozartmesse „Missa brevis“ in D Dur gebührend gestaltet werden. Im darauffolgenden Jahr gab es eine Veränderung im Ablauf der kirchlichen Festtage, die bis heute Bestand hat. Der katholische Pfarrgemeinderat beschloss, dass das Patrozinium zu Ehren des Heiligen St. Josef zukünftig am 19. März oder am darauffolgenden Sonntag gefeiert werde. Bis dahin wurde es immer im Mai gefeiert und die Auswahl der Literatur stand im Zeichen Mariens. Trotz Fastenzeit, wird nun freudige, feierliche Literatur gewählt, da die Feier des Kirchenpatrons St. Josef im Vordergrund steht.

Die kirchlichen Festtage wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten wurden nach wie vor mit Messen älterer sowie jüngerer Meister gestaltet. Dazwischen gab es bei entsprechenden Anlässen auch größere Aufführungen von Messen und Konzerte.

Zum Beispiel an Weihnachten 1990, die Krönungsmesse von W. A. Mozart, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Chores, 1992 das Chor- und Orgelkonzert mit Susanne Rohn und die Mitwirkung an diversen Konzerten der befreundeten Kirchenchöre in Gurtweil und Dogern.

Im Oktober 2001 übernahm Klaus Kunzmann den Dirigentenstab von Hugo Lauber, der seit dieser Zeit den Tenor tatkräftig unterstützt und auch weiterhin in der St. Josefskirche am Orgeltisch sitzt..

Auszug aus der Dankesrede des damaligen 1. Vorsitzenden Hugo Strittmatter:

Hugo Lauber – 44 Jahre Chorleiter beim Kirchenchor St. Josef

Hugo Lauber hat nach mehr als 44 Jahren Dirigententätigkeit sein Amt als Chorleiter des katholischen Kirchenchores Albbruck zurückgegeben.
Es erzeugte in uns Sängerinnen und Sänger ein Empfinden des Bedauerns als er vor einiger Zeit davon sprach, mit der musikalischen Chorleitung aufzuhören; seine Begründung: „Er wolle die musikalische Leitung des Chores in jüngere Hände legen“. Wir müssen seinen Entschluss akzeptieren und haben Verständnis dafür. [...]
Dank dafür, dass die Bemühungen von mehr als 44 Jahren Frucht gebracht haben in musikalischer und menschlicher Hinsicht. Die Musikalische: Hugo Lauber hat uns Chormitgliedern immer klar gemacht, dass Singen nicht allein aus dem Gebrauch der menschlichen Stimme bestehe, er meint: Es gehöre dazu auch ein ordentlicher Teil von „Sangeskultur“. Und dahingehend haben seine Bemühungen ein großes Lob erfahren. Wir haben mit Hugo Lauber zusammen herrliche Messen und andere geistliche und auch profane Gesänge aufgeführt, und ein gutes Gelingen dersel¬ben, hat uns alle glücklich gestimmt. Es war Lohn für Dirigent und Chor, in einigen Fällen auch für die begleitenden Instrumentalisten.
Die Erfolge seiner Arbeit um die zwischenmenschlichen Beziehungen zeigen sich darin, dass wir in unserer Gemeinschaft ein gutes Chorklima pflegen.
Wir wissen, dass bei Hugo Lauber die Bemühungen um Chorgesang und Orgelspiel nicht allein Ausdruck der Freude an der Musik sind, seine diesbezügliche Arbeit ist Ausdruck seiner christlichen Überzeugung und der Versuch, Gottes Lob durch Gesang und Musik zu vertiefen.
Eine Ära hat sich dem Ende zugeneigt, die Person bleibt uns als Kollege und Tenorsänger erhalten und wir, die wir ganz oder teilweise Begleiter waren, sagen mit ihm: „Deo Gratias“

Mit dem neuen Chorleiter wird mit neuer Literatur der Chor zu weiterer Hochleistung gebracht. Gospelmessen in englischer Sprache wurden mit Projektsängern, dem Chor des KGT Waldshut-Tiengen, der dortigen Schulband und dem Orchesterverein Bad Säckingen in Tiengen, Albbruck und Bad Säckingen aufgeführt. Den Solopart übernahm die am Hochrhein bekannte Jazzsängerin Anne Czichowsky, Es werden Messen, genauso wie mehrstimmige Stücke aus dem Freiburger Chorbuch einstudiert und seit der Einführung des neuen Gotteslobes auch neue Lieder daraus. Zu besonderen Anlässen lässt es sich Klaus Kunzmann nicht nehmen, mit Geige oder Bratsche, selbst zur Gottesdienstgestaltung beizutragen.

Nach wie vor spielt die Mitgestaltung der Gottesdienste, besonders an Hochfesten, in der Pfarrkirche St. Josef die Hauptrolle im Kirchenchoralltag. Auch die Mitgestaltung von Vereinsjubiläen in der Gemeinde und die Geselligkeit im Chor kommen nicht zu kurz und werden mit entsprechender Literatur umrahmt.

So feiern wir das 100-jährige Bestehen des katholischen Kirchenchores St. Josef und sehen einem vielfältigen Jubiläumsjahr mit der Krönungsmesse von A. W. Mozart am Patrozinium und einem Konzert am 17. Mai 2015, mit allen Kirchenchören der neuen Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck, entgegen.
  


Kirchenchor Albbruck feiert sein 100-jähriges Bestehen

24.11.2014, Bericht aus dem SÜDKURIER: Wer singt, sage die Dinge intensiver, meinte Pfarrer Klaus Fietz bei der Hauptversammlung des katholischen Kirchenchores St. Josef Albbruck. Dieser kann 2015 sein 100-jähriges Bestehen feiern.
Nicht zur zum Lobe Gottes, sondern auch zur Freude der Zuhörer erklangen die Stimmen der Sänger allein 2014 bei 17 Aufführungen und über 40 Proben, hatte Dirigent Klaus Kunzmann bilanziert. Er sei froh, dass es im Chor so gut laufe und immer neue Projekte gestartet werden können. Schriftführerin Ortrud Ebner schilderte im Detail die Aktivitäten der vergangenen zwei Jahre. Gesangliche Höhepunkte waren dabei die Festmessen und die Gospelmesse, die gemeinsam mit anderen Akteuren auch in Tiengen und Bad Säckingen aufgeführt worden war.

Während der Feier von runden Geburtstagen und den Ausflügen zur Landesgartenschau und an den Bodensee war die Kameradschaft gepflegt worden. Für ein gutes finanzielles Polster sorge auch immer die Kaffeestube beim Albbrucker Dorffest, versicherte Kassiererin Gisela Strittmatter. Für ihre 25-jährige Treue zum Kirchenchor erhielten Ortrud Ebner und Klaus Roland Haas die Urkunde des Cäcilienverbandes der Erzdiözese Freiburg. Ihnen dankte die Vorsitzende Franziska Ebner ebenso wie den die Probenstatistik anführenden Chormitgliedern Klaus Roland Haas, Barbara Albiez, Werner Knab und Cilli Danner.
Bei den Wahlen unter der Regie vom Pfarrgemeinderatvorsitzenden Günter Schlageter wurden sämtliche Vorstände einstimmig wiedergewählt: Vorsitzende Franziska Ebner und ihr Stellvertreter Dieter Gantert, Schriftführerin Ortrud Ebner und Kassiererin Gisela Strittmatter. Das Beisitzerteam mit Hugo Lauber und Sabine Topka ergänzt jetzt neu Arno Strittmatter. Die Probenstatistik wird von Edeltraud Rüde geführt.