Marienkapelle Stadenhausen
Marienkapelle soll ein wahres Schmuckstück bleiben
Der Kapellenvorplatz wurde 2007 neu gestaltet, indem der Eingangsbereich mittels Verbundsteinpflaster erweitert wurde. Auch die Bepflanzung wurde angepasst. Auf dem Kappellenplatz grüßt zur Weihnachtszeit der beleuchtete Christbaum und an schönen Tagen wird auch schon mal die badische Fahne gehisst.
34 Jahre fühlte sich das Ehepaar Erich und Klärle Meyer für die Marienkapelle verantwortlich. Die beiden pflegten, putzten und schmückten „ihre Kapelle“ und schlossen sie zuverlässig jeden Morgen auf und am Abend wieder zu. So konnte sie ein Ort des Gebets und der Besinnung werden. Die Stadenhausener, aber auch Spaziergänger und Radfahrer machen immer mal wieder Station.
Als die Meyers letztes Jahr altershalber, aber doch schweren Herzens, ihren unschätzbaren Dienst abgaben, fand sich spontan ein sehr engagiertes Team aus den angrenzenden Bewohnern der Kapelle, was für den guten Geist der Dorfgemeinschaft spricht. Sie teilen die notwenigen Aufgaben unter sich auf. Damit ist sichergestellt, dass das ortsbildprägende Gebäude auch nach der Renovation eine solide Pflege erfährt. In den nächsten Wochen werden neue Fenster eingebaut, im Eingangsbereich werden die Türgewände saniert und auch die Türe behandelt. Auch eine komplette fachgerechte Behandlung des Altars und der Bänke gegen Holzwurm ist unumgänglich. Eine neue Raumbeleuchtung ist schon installiert.
Text und Bild: Peter Meister
34 Jahre die Kapelle in Stadenhausen betreut
Sie geben sich zwar viel Mühe, ihr Engagement als etwas Selbstverständliches darzustellen. Es sie ja nur die kleinste Kapelle in der Seelsorgeeinheit. „Wir sind glücklich und zufrieden, dass wir das alles machen konnten“, sagt Erich Meyer, der bis zu seine Pensionierung 1992 das Grundbuch- und Standesamt der Stadt Laufenburg leitete und als Standesbeamter über 1000 Ehen schloss.
Viel spricht dafür, dass der Einsatz für die Kapelle mit der Grundüberzeugung der Meyers zusammen hängt, dass man sich eben einbringen muss für die Gemeinschaft. Erich Meyer gehörte nach dem Krieg zu den Männern der ersten Stunde im Männerchor als Sänger und Kassierer und auch in der Feuerwehr. Seine Frau Klara engagierte sich im Frauenkreis St. Martin Luttingen.
Ein Ort des Gebets und der Besinnung, für den es sich lohnt Zeit aufzuwenden
Die beschauliche Marienkapelle in der Dorfmitte war für die beiden immer etwas ganz besonderes. Eine Stätte der Begegnung, für die es sich lohnt, Zeit aufzuwenden. Zuverlässig schlossen sie jeden Morgen das kleine Kirchlein auf und abends wieder zu. Das war vor ihrer Zeit nicht so. Für Klärle Meyer aber eine Selbstverständlichkeit. “Eine Kirche muss offen sein, als Ort des Gebets und der Besinnung, für die Stadenhausener, aber auch für Spaziergänger und Radfahrer, die immer mal wieder Station machen. Sie sollen im hektischen Tagesablauf dort Ruhe und Einkehr finden können.„ Der Gottesdienst an Himmelfahrt für die Pfarrgemeinden Laufenburg, Hochsal und Luttingen ist Tradition. Und die Meyers wünschen sich, dass das so bleibt, auch wenn er künftig wie dieses Jahr als Wortgottesfeier gehalten würde. Es seien nicht weniger Menschen als andere Jahre an dieser würdigen Feier gewesen. Auch die Abendgottesdienste unter der Woche, die Maiandachten und das Abendlob des Frauenkreises sollten noch so lange wie möglich stattfinden.
Überglücklich, dass Nachbarn die Betreuung übernehmen
Überglücklich sind Klara und Erich Meyer, dass es weitergeht, dass sich ein Kreis von Nachbarn bereiterklärt hat, die Arbeit zu übernehmen, was für den Geist der Dorfgemeinschaft spricht. Dafür danken sie auch “Lokalpatriot„ Lothar Rist, der als Koordinator gewirkt hat. Mit im Boot bleibt auch der langjährige Mesner Manfred Schmid. Erich Meyer wird das Kassenbuch abgeben, in dem penibel genau jede noch so kleine Ein- und Ausgabe vermerkt ist. Nicht ohne zu betonen, dass in den letzten Jahren über 5000 Euro investiert wurden, die selber investiert wurden. Peter Meister


