Pfarrer Sickinger sieht in der Ökumene die Zukunft
Bilder: Peter Meister
Jesus ist für alle da - Um Einheit der Christen gebetet

Erntedank in ökumenischem Geist gefeiert - Gute Tradition in Laufenburg
Hohlfeld im Bild rechts.
Bilder: Peter Meister

Gemeinsam um die Einheit der Christen gebetet
Vertrautheit beim ökumenischen Neujahrstreffen 2019
Eine gute Tradition wurde mit dem ökumenischen Neujahrstreffen im Pfarrheim Heilig Geist Laufenburg wiederbelebt. Nach zwei Jahren Pause trafen sich wieder die Pfarrgemeinderäte von Laufenburg, Hochsal und Luttingen sowie Mitglieder der Gemeindeteams mit den Kirchengemeinderäten der evangelischen Gemeinde von Laufenburg. Mit von der Partie waren die beiden katholischen Pfarrer Klaus Fietz und Hans-Joachim Greulich sowie Pfarrerin Heidrun Moser und Pfarrer Michael von der evangelischen Kirchengemeinde. In zwangloser und geselliger Runde ergab sich ein reger Meinungsaustausch, wobei die vielen Gemeinsamkeiten im Mittelpunkt standen.
Ökumenisch Erntedank gefeiert

Ökumenischer Gottesdienst: Pfarrer Jobst fordert mehr Mut zum Miteinander
Aus dem Südkurier von Doris Dehmel
Gemeinsam feierten die katholischen Geistlichen Hans-Joachim Greulich und Klaus Fietz mit dem evangelischen Pfarrer Detlev Jobst und Pfarrerin Heidrun Moser (von links) den ökumenischen Gottesdienst. Bilder: Doris Dehmel 
Bei seinem Abschiedsgottesdienst in Albbruck, der erste ökumenische in der St. Josefskirche, ermuntert der scheidende Laufenburger evangelische Pfarrer Detlev Jobst zu mehr Mut für die Ökumene. Mittelpunkt des Gottesdienstes war auch Martin Luther und das Jubiläum zur Reformation. "Wir wollen die Ökumene weiter voranbringen", waren sich die Geistlichen einig und erbaten mit den Gottesdienstbesuchern den Segen Gottes für das gemeinsame Tun und Streben, all das zu stärken, was die Konfessionen verbindet. Ob in Gebeten, in Fürbitten und vor allem auch in der Predigt war dies das große Anliegen. Bei aller Ernsthaftigkeit hatte Detlev Jobst seine Gedanken in einen, mit dem Reformator Martin Luther geführten, "Briefwechsel" eingebettet.
Dieser regte zum Schmunzeln an und löste Nachdenklichkeit aus. Dankbar sei er, feststellen zu können, dass aus dem einstigen Weg nebeneinander ein Weg miteinander geworden sei. Wenn auch "bei der Obrigkeit in der katholischen Kirche mehr Bewegung wünschenswert" wäre, so wachsen in den Gemeinden deutlich die Gemeinsamkeiten, die allerdings noch mehr Mut bräuchten. "Stärken und Schwächen sollten künftig einfach noch mehr gemeinsam getragen werden", sagte Detlev Jobst.
Gemeinsamkeit kam auch bei der Aufteilung der Sonntags-Kollekte zum Tragen. Während von katholischer Seite das Caritas-Kinderheim in Bethlehem unterstützt wird, kommt der evangelische Anteil Internatsschulen für christliche und muslimische Kinder im Libanon und Jordanien zu gute.Im Zeichen des Reformationsjubiläums und des Abschieds von Pfarrer Detlev Jobst
In einer bisherigen Einmaligkeit fand in der St. Josef-Kirche in Albbruck ein ökumenischer Gottesdienst statt, an dessen Ende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Sabine Läule von einem "beeindruckenden Erlebnis" sprach, das wiederholt werden sollte. Dieser kirchliche Anlass war ebenso dem Jubiläum 500 Jahre Reformation gewidmet, wie auch der Begegnung der zur Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck gehörenden Katholiken und den evangelischen Mitchristen aus der Kirchengemeinde Albbruck-Görwihl. Zudem war der bevorstehende Abschied von Detlev Jobst aus Laufenburg ein weiterer Grund, gemeinsam den Glauben zu bekennen.
Umrahmt wurde die kirchliche Feier mit Pfarrer Klaus Fietz, Kooperator Hans-Joachim Greulich, der Albbrucker evangelischen Pfarrerin Heidrun Moser und ihrem bisherigen Amtskollegen aus Laufenburg, von dem aus vier Kirchenchören bestehenden Projektchor unter der Leitung von Melanie Bächle, begleitet von Jonas Ebner an der Orgel und dem evangelischen Posaunenchor aus Bad Säckingen unter der Leitung von Jürgen Thun.
Wenn auch "bei der Obrigkeit in der katholischen Kirche mehr Bewegung wünschenswert" wäre, so wachsen in den Gemeinden deutlich die Gemeinsamkeiten, die allerdings noch mehr Mut bräuchten. "Stärken undSchwächen sollten künftig einfach noch mehr gemeinsam getragen werden", sagte Detlev Jobst. Gemeinsamkeit kam auch bei der Aufteilung der Sonntags-Kollekte zum Tragen. Während von katholischer Seite das Caritas-Kinderheim in Bethlehem unterstützt wird, kommt der evangelische Anteil Internatsschulenfür christliche und muslimische Kinder im Libanon und Jordanien zu gute.
Nach dem Gottesdienst nutzten auswärtige und einheimische, katholische und evangelische Kirchenbesucher bei einem Apéro die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Um die Einheit der Christen gebetet
Diese Bitten wurden anschaulich gemacht, in dem die Geistlichen beim Sündenbekenntnis vor dem Altar Mauersteine aufbauten, die für Lieblosigkeit, Hass und Verachtung, Diskriminierung, Verfolgung, zerbrochene Gemeinschaft, Intoleranz, Religionskriege, Trennung und Machtmissbrauch standen. Während die Mauer dann abgetragen und die Steine für eine Brücke verwendet wurden, sangen die Gläubigen das Lied „Herr, gib uns Mut zum Brücken bauen, gib mir den Mut zum ersten Schritt. Lass mich auf deine Brücken trauen, und wenn ich gehe, geh du mit“.
Pfarrer Detlev Jobst ging in einer bemerkenswerten Predigt auf das Evangelium vom verlorenen Sohn ein, und wertete das Verhalten des jüngeren Sohnes nicht als Abwendung von Gott, sondern als Suchbewegung eines Menschen zu Gott hin.
Nach dem Gottesdienst, der von Pius Moser an der Orgel und Peter Erhard, Trompete/Flöte, musikalisch bereichert wurde, gab es im Gemeindesaal bei einem Apéro Gelegenheit zur Begegnung. –prm-










