Ökumene

Pfarrer Sickinger sieht in der Ökumene die Zukunft
05.10.2025 | Den Willkommensgottesdienst in Heilig Geist an Erntedank im ökumenischen Geist gefeiert
Groß und Klein beider Konfessionen feierten vor einem prächtigen Erntealtar einen ökumenischen Familiengottesdienst.
Bilder: Peter Meister
 
Zu einem ganz besonderen Gottesdienst konnte Gemeindereferentin Sabine Gerteis am Erntedanksonntag (5.10.2025) in der gut besuchten Kirche Heilig Geist begrüßen. Sie hieß Pfarrer Ulrich Sickinger zu seinem ersten Gottesdienst in der Pfarrgemeinde willkommen und gleichzeitig die evangelische Pfarrerin Regine Born und die evangelischen Mitchristen zum ökumenischen Familiengottesdienst. Pfarrer Sickinger freute sich sichtlich über die Dualität der Ereignisse. Er sieht in der Ökumene die Zukunft der Christenheit. "Wir müssen gemeinsam unterwegs sein, wenn wir Zukunft haben wollen".
Mit einem Anspiel erklärten beide Konfessionen das Gleichnis vom Senfkorn.
Der von beiden Konfessionen gefeierte Familiengottesdienst stand unter dem Leitwort "Alles beginnt ganz klein", hergeleitet vom Gleichnis des Senfkorns, das in einem sogenannten Anspiel von beiden Konfessionen vorgetragen wurde. Das Gleichnis vom Senfkorn verdeutlicht das Wachstum und die weitreichende Bedeutung des Reiches Gottes, das klein beginnt, aber zu etwas Großem heranwächst, das allen Menschen offensteht, wie die Vögel in den Zweigen des Baumes symbolisierenEs betont die transformative Kraft des Evangeliums, die aus bescheidensten Anfängen ungeahnte Ausmaße erreicht und Menschen einlädt, ihren Glauben zu vertiefen und die gute Nachricht weiterzutragen. 
Zum Schluss des tief beeindruckenden Gottesdienstes begrüßte Ursula Ruch, die Sprecherin des Gemeindeteams, Pfarrer Sickinger mit den Worten "wir sind froh, dass Sie bei uns sind. Danach hatte das Gemeindeteam, das auch für einen prächtigen Erntealtar gesorgt hatte, zu einem  Apéro in der Kirche ein.
Peter Meister
Ursula Ruch, Sprecherin des Gemeindeteams, begrüßte Pfarrer Ulrich Sickinger in der Pfarrgemeinde.
Jesus ist für alle da - Um Einheit der Christen gebetet
 
Quelle:  Peter Meister
Ökumenisch vereint: Regine Born, Klaus Fietz, Tilmann Elsässer und Egon Gerteis bei den Fürbitten. Bild: Peter Meister
 
Jedes Jahr begehen die Kirchen im Januar die Weltgebetstagswoche für die Einheit der Christen. Die evangelischen und katholischen Pfarrgemeinden beider Laufenburg schließen sich dieser Gebetsinitiative schon seit Jahrzehnten an. Diese Gemeinschaft nicht nur über konfessionelle sondern auch über Ländergrenzen hinweg hat Seltenheitswert. Dieses Jahr (am Sonntag, 23. Januar 2022) konnte der Gottesdienst nicht länderübergreifend gefeiert werden – die Coronapandemie verhinderte dies. Aus Vorsicht vor Ansteckung fanden zeitgleich Gottesdienste in der Kirche Heilig Geist in Laufenburg (Baden) und in der reformierten Kirche in Laufenburg (Schweiz) statt. Auf deutscher Seite riefen Pfarrer Klaus Fietz und Pfarrerin Regine Born dazu auf, für die Überwindung der Spaltung der Christen und um den Frieden in der Welt zu beten.
 
Die Gebetswoche steht dieses Jahr unter dem Leitwort „Wir haben seinen Stern im Osten gesehen und sind gekommen, ihn anzubeten“. Es wurde von Christinnen und Christen des Nahen Ostens gewählt. Es soll unter anderem daran erinnern, dass der Stern, der damals im Nahen Osten den Weg zur Krippe  zeigte, auch heute noch dorthin führt, wo Gottes Geist, der Christinnen und Christen weltweit verbindet, wirksam ist.
Mit diesen Gedanken beschäftigte sich auch Pfarrerin Regine Born in ihrer Predigt. Der Weg der Sterndeuter zur Krippe zeige, dass Jesus für alle Menschen unterschiedlicher Herkunft da sei. Die Sterndeuter hätten sich  aus verschiedenen Himmelrichtungen mit verschiedenen Berufen und verschiedener Abstammung auf den Weg zu Jesus gemacht. Ihr Vorhaben, sich um die Krippe zu versammeln, habe sie zur Einheit gemacht. Da habe es keine Trennung gegeben. „Auch heute ist Jesus mit uns und verbindet uns zu Brüder und Schwestern, wenn wir in den Alltag zurück gehen“, so Regine Born. Peter Meister

 

Erntedank in ökumenischem Geist gefeiert - Gute Tradition in Laufenburg
- 03.10.2021 - 
In ökumenischem Geist wurde in der Kirche Heilig Geist in Laufenburg das Erntedankfest gefeiert. Dies entspricht ein guten Tradition, die auf die ehemaligen Stadtpfarrer Helmut Bösenecker und Wolfgang Kirchgässner zurück  geht. Hausherr Pfarrer Klaus Fietz begrüßte besonders herzlich die evangelische Pfarrerin Regine Born und dankte allen, die den prächtigen Erntealtar gestaltet haben. Er freue sich immer auf`s über so viel Engagement und die Kreativität zu so einem Kunstwerk. In seinen Eingangsworten richtete Fietz den Blick auf den tieferen Sinn des Festes, der auch an die Verpflichtung zum Teilen mit den Menschen erinnere, die nicht  genug haben um existieren zu können. Er nannte als gutes Beispiel die Partnerschaft mit Huánuco in Peru, die vom Perukreis seit über  30 Jahren getragen wird. In Zeiten der Pandemie sei die finanzielle Hilfe besonders groß. Mit überwiesenen Spendengeldern  konnte Sauerstoff für das Überleben der Covid 19-Infizierten und Lebensmittel für die Ärmsten in den weitverzweigten Bergdörfern gekauft werden.
 
Quelle:  Daniel Kaptein
Daniel Kaptein und Joachim
Hohlfeld im Bild rechts.
Bilder: Peter Meister
Regine Born stellte in ihrer beeindruckenden und zum Nachdenken zwingenden Predigt das Erntedankfest in Bezug zum Gleichnis vom reichen Kornbauern aus dem Evangelium nach Lukas. Dieser hatte ob der reichen Ernte immer größere Scheunen gebaut und geglaubt, dies würde auch seine Seele retten. Sein Verhalten sei  -  vergleichbar mit einem Großgrundbesitzer -  erst einmal richtig gewesen, so die Pfarrerin. Doch habe er nur materiell gedacht. „Reichtum bei Gott“ hätte er aber vielmehr dadurch gewonnen, wenn er seinen irdischen Besitz mit anderen Menschen geteilt hätte.
 
Quelle:  Peter Meister
 
„Erntedank ist mehr als der Blick auf eine gute Ernte. Was wir besitzen, kann beruhigen, aber es ist nicht das, was dem Leben Sinn gibt“, so Regine Born.  Es hänge vom Schöpfer ab, der uns alles gibt. Und Erntedank sei auch der Blick auf die anderen Menschen – ob es für die auch reicht. Also reiche es nicht zur Seeligkeit, den eigenen Besitz zu vergrößern, Auftrag sei,  auch denen in der Welt etwas zu geben, die hungern müssen. Unsere gut gefüllten Supermärkte hätten Auswirkungen auf andere Teile der globalen Welt.  Der Erwerb des  günstigsten Produkts sei oftmals zu Nachteil von anderen in der Welt. „Gott hat uns diese Erde nicht anvertraut, dass Wenige es gut haben, sondern für alle“.
Die Fürbitten wurden von Joachim Hohlfeld vorgetragen, die Lesung von Daniel Kaptein – ökumenisch vereint. Peter Meister
Gemeinsam um die Einheit der Christen gebetet
- 30.01.2020 -  Beim Apéro Pfarrer Klaus Fietz zum Geburtstag gratuliert 
 
Brücken bauen, Trennendes überwinden. Diese Botschaft prägte den ökumenischen  Jahresbeginn. Jedes Jahr begehen die Kirchen im Januar die Weltgebetstagswoche für die Einheit der Christen. Die evangelischen und katholischen Pfarrgemeinden beider Laufenburg schließen sich dieser Gebetsinitiative schon seit Jahrzehnten an. In diesem Jahr war der ökumenische Gottesdienst in der Kirche Heilig Geist in Laufenburg/Baden und er war gut besucht. Er wurde von den evangelischen Pfarrern Norbert Plumhof (Laufenburg/Schweiz) und Regine Born (Laufenburg/Baden) sowie den katholischen Geistlichen Diakon Thomas Frey  (Laufenburg/Schweiz) und Klaus Fietz (Laufenburg/Baden) gehalten.  
 
Regine Born, Klaus Fietz, Norbert Plumhof und Thomas Frey feierten gemeinsam den Gottesdienst. Foto: Peter Meister
Die Brücke über den Rhein zwischen den christlichen Gemeinden  ist durch das jahrzehntelange Bemühen um ein verständnisvolles Miteinander längst tragfähig. Diese Gemeinsamkeit nicht nur über konfessionelle sondern auch Ländergrenze hinweg hat Seltenheitswert. Umso wichtiger ist es dafür zu beten
 Die Gottesdienstbesucher beteten, dass die Spaltung der Christen überwunden werde und um den Frieden in der Welt, im Glauben daran, dass beten etwas bewegt. "Darum, dass Liebe und Respekt spürbar sei und uns das ganze Jahr begleite", wie Pfarrerin Regine Born es ausdrückte.
 
Pfarrer Fietz dankt für die vielen Glückwünsche. 
 
Nach dem Gottesdienst waren alle in das Pfarrheim Heilig Geist eingeladen. Dort war dann auch ausgiebig Gelegenheit, Pfarrer Klaus Fietz zu seinem 63. Geburtstag zu gratulieren. Unter den Gratulanten war auch Bürgermeister Ulrich Krieger. Die stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Claudia Rudigier Frommherz nutzte die Gelegenheit, auf die Pfarrgemeinderatswahlen am 22. März hinzuweisen. In der  Pfarrei Heilig Geist stellen sich für die zwei Sitze immerhin drei Kandidaten zur Verfügung, keineswegs eine Selbstverständlichkeit: Meggi Maier, Daniel Kaptein und Heinz Lüthy. Pfarrer Fietz hatte zuvor den neugewählten Kirchengemeinderäte der Versöhnungskirche Laufenburg gratuliert, verbunden mit dem Wunsch auf eine weitere gute Zusammenarbeit in ökumenischem Geist. -prm-
 
Das Motto: "Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich"  
Die Texte für die Gebetswoche für die Einheit der Christen 2020 kommen aus Malta. Die römisch-katholische Bischofskonferenz hat sie in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Malta (Christians Together in Malta) erarbeitet. Das Thema „Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich“ bezieht sich auf die Apostelgeschichte, die schildert, wie der Apostel Paulus und seine Mitreisenden Schiffbruch auf Malta erleiden. Die Schiffbrüchigen werden von der einheimischen Bevölkerung gastfreundlich aufgenommen und versorgt. Die maltesischen Christen sehen in dieser Geschichte die Wurzeln des christlichen Glaubens und der christlichen Gemeinde auf ihrer Insel. Daran wird jedes Jahr am 10. Januar mit einem eigenen Festtag erinnert.
Die Geschichte vom Schiffbruch des Paulus wird von der internationalen Vorbereitungsgruppe für die Gebetswoche in den Kontext von Flucht und Migration heute gestellt: Auch in unserer Zeit sehen sich viele Menschen auf demselben Meer denselben Schrecken gegenüber. Dieselben Orte, die in der Lesung genannt werden, kommen in den Geschichten heutiger Flüchtlinge vor. In anderen Teilen der Welt begeben sich viele andere auf ebenso gefährliche Reisen zu Lande und zur See, um Naturkatastrophen, Krieg und Armut zu entkommen. Diese Menschen sind besonders auf die Gastfreundschaft anderer angewiesen.
 
Vertrautheit beim ökumenischen Neujahrstreffen 2019

Eine gute Tradition wurde mit dem ökumenischen Neujahrstreffen im Pfarrheim Heilig Geist Laufenburg wiederbelebt. Nach zwei Jahren Pause trafen sich wieder die Pfarrgemeinderäte von Laufenburg, Hochsal und Luttingen sowie Mitglieder der Gemeindeteams mit den Kirchengemeinderäten der evangelischen Gemeinde von Laufenburg. Mit von der Partie waren die beiden katholischen Pfarrer Klaus Fietz und Hans-Joachim Greulich sowie Pfarrerin Heidrun Moser und Pfarrer Michael von der evangelischen Kirchengemeinde. In zwangloser und geselliger Runde ergab sich ein reger Meinungsaustausch, wobei die vielen Gemeinsamkeiten im Mittelpunkt standen.  
Das Bemühen um ein weiterhin gutes Miteinander im Geist der Ökumene war förmlich spürbar. Einig waren sich alle, dass die Ökumene in Laufenburg auf einem guten Weg ist und dass es sich lohnt, sich nicht an dem zu orientieren was trennt, sondern sich am Verbindenden zu freuen. Als leuchtende Beispiele der ökumenischen Gemeinsamkeiten dienen der Bibelentdecker-Club für Kinder, das Seniorenwerk, das Bildungswerk, das Taizégebet, der Weltgebetstag der Frauen und die gemeinsamen Gottesdienste  in der Woche der Einheit der Christen,an Aschermittwoch,am Erntedankfest und am Buß- und Bettag. Auch das wöchentliche Mittagessen für Senioren kennt keine Konfessionsgrenzen. –prm-
Ökumenisch Erntedank gefeiert
 
Quelle:  Peter Meister
 
Pfarrerin Heidrun Moser mit Pfarrer Klaus Fietz und den Konfirmanden um den Altar versammelt. Foto: Peter Meister
Nach guter jahrzehntealter Tradition feierten die katholischen und evangelischen Christen von Laufenburg in der Kirche Heilig Geist das Erntedankfest. Pfarrer Klaus Fietz dankte Pfarrerin Heidrun Moser aus Albbruck, dass sie diese ökumenische Gemeinsamkeit nach dem Weggang von Pfarrer Jobst ermöglichte. Im Bezug auf das Evangelium vom Arbeiter im Weinberg, in dem alle den gleichen Lohn bekamen, stand die gerechte Verteilung der Fülle und des Reichtums dieser Welt im Mittelpunkt der Gebete und der Predigt. In den Fürbitten wurde den Menschen gedacht, die unter ungerechten Handelsbedingungen leiden, verbunden mit dem Appell an die Verantwortlichen, eine gerechtere Bezahlung und fairere Handelbedingungen herzustellen. 
Quelle:  Peter Meister
Pfarrerin Heidrun Moser räumte ein, dass das Evangelium, das postuliere, dass alle das Nötige zum Leben bekommen sollen, umabhängig davon wie viel sie leisten, damals wie heute schwer verständlich sei. Damals wie heute stelle sich die Frage, wie das gehen solle.  Über den  Anspruch, dass es den Schwächsten und Armen bei einer gerechteren und faireren Verteilung besser gehen sollte, müsse aber immer wieder nachgedacht werden. Würde der Reichtum gerechter verteilt, könnten alle satt werden, so Moser. Nicht nur die Arbeiter auf den Plantagen in den Entwicklungsländern hätten mehr Anerkennung, mehr Mitspracherecht und höhere Löhne verdient. Auch unseren Bauern müssten wir dankbar sein, dass sie diese Arbeit für uns tun. Sie hätten ein Anrecht auf angemessene Preise.  "Jesus traute sich querzudenken - wir sollten das auch immer wieder tun". Und jeder sollte sich hinterfragen, ob er durch sein Verhalten zu einer gerechteren Welt beiträgt.
Die Fürbitten und auch faire Produkte aus den Entwicklungsländern wurden von Mitgliedern beider Konfessionen auf den Erntealtar gelegt. Die Konfirmanden bildeten mit den beiden Pfarrern, den Ministranten und den Lektoren zum Vater Unser und dem Friedensgruß einen Kreis um den Altar - ein Bild als Zeichen des ökumenischen Miteinanders.
Pfarrer Fietz dankte dem ökumenischen Flötenkreis für sein Mitwirken und allen, die zu diesem  Gottesdienst einen Beitrag geleistet haben, auch für den wunderschönen Erntealtar. Bei einem vom Gemeindeteam gebotenen Apéro im Pfarrheim gab es reichlich Gesprächsstoff. -prm-
 
Ökumenischer Gottesdienst: Pfarrer Jobst fordert mehr Mut zum Miteinander

Aus dem Südkurier von Doris Dehmel 

Gemeinsam feierten die katholischen Geistlichen Hans-Joachim Greulich und  Klaus Fietz mit dem  evangelischen Pfarrer Detlev Jobst und Pfarrerin Heidrun Moser  (von links) den ökumenischen Gottesdienst.  Bilder: Doris Dehmel

 

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Bei seinem Abschiedsgottesdienst in Albbruck, der erste ökumenische in der St. Josefskirche, ermuntert der scheidende Laufenburger evangelische Pfarrer Detlev Jobst zu mehr Mut für die Ökumene. Mittelpunkt des Gottesdienstes war auch Martin Luther und das Jubiläum zur Reformation. "Wir wollen die Ökumene weiter voranbringen", waren sich die Geistlichen einig und erbaten mit den Gottesdienstbesuchern den Segen Gottes für das gemeinsame Tun und Streben, all das zu stärken, was die Konfessionen verbindet. Ob in Gebeten, in Fürbitten und vor allem auch in der Predigt war dies das große Anliegen. Bei aller Ernsthaftigkeit hatte Detlev Jobst seine Gedanken in einen, mit dem Reformator Martin Luther geführten, "Briefwechsel" eingebettet. 

Dieser regte zum Schmunzeln an und löste Nachdenklichkeit aus. Dankbar sei er, feststellen zu können, dass aus dem einstigen Weg nebeneinander ein Weg miteinander geworden sei. Wenn auch "bei der Obrigkeit in der katholischen Kirche mehr Bewegung wünschenswert" wäre, so wachsen in den Gemeinden deutlich die Gemeinsamkeiten, die allerdings noch mehr Mut bräuchten. "Stärken und Schwächen sollten künftig einfach noch mehr gemeinsam getragen werden", sagte Detlev Jobst. 

 
Die vier Kirchenchöre der Seelsorgeeinheit sangen wieder einmal gemeinsam.


Gemeinsamkeit kam auch bei der Aufteilung der Sonntags-Kollekte zum Tragen. Während von katholischer Seite das Caritas-Kinderheim in Bethlehem unterstützt wird, kommt der evangelische Anteil Internatsschulen für christliche und muslimische Kinder im Libanon und Jordanien zu gute.
 

Im Zeichen des Reformationsjubiläums und des Abschieds von Pfarrer Detlev Jobst

In einer bisherigen Einmaligkeit fand in der St. Josef-Kirche in Albbruck ein ökumenischer Gottesdienst statt, an dessen Ende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Sabine Läule von einem "beeindruckenden Erlebnis" sprach, das wiederholt werden sollte. Dieser kirchliche Anlass war ebenso dem Jubiläum 500 Jahre Reformation gewidmet, wie auch der Begegnung der zur Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck gehörenden Katholiken und den evangelischen Mitchristen aus der Kirchengemeinde Albbruck-Görwihl. Zudem war der bevorstehende Abschied von Detlev Jobst aus Laufenburg ein weiterer Grund, gemeinsam den Glauben zu bekennen.
Umrahmt wurde die kirchliche Feier mit Pfarrer Klaus Fietz, Kooperator Hans-Joachim Greulich, der Albbrucker evangelischen Pfarrerin Heidrun Moser und ihrem bisherigen Amtskollegen aus Laufenburg, von dem aus vier Kirchenchören bestehenden Projektchor unter der Leitung von Melanie Bächle, begleitet von Jonas Ebner an der Orgel und dem evangelischen Posaunenchor aus Bad Säckingen unter der Leitung von Jürgen Thun. 

Die Geistlichen sind sich einig: „Wollen die Ökumene voranbringen“ 
 
Ökumenische Frauen-Power bei den Fürbitten.
"Wir wollen die Ökumene weiter voranbringen", waren sich die Geistlichen einig und erbaten mit den Gottesdienstbesuchern den Segen Gottes für das gemeinsame Tun und Streben, all das zu stärken, was die Konfessionen verbindet. Ob in Gebeten, in Fürbitten und vor allem auch in der Predigt war dies das große Anliegen. Bei aller Ernsthaftigkeit hatte Detlev Jobst seine Gedanken in einen, mit dem Reformator Martin Luther geführten, "Briefwechsel" eingebettet. Dieser regte zum Schmunzeln an und löste Nachdenklichkeit aus. Dankbar sei er, feststellen zu können, dass aus dem einstigen Weg nebeneinander ein Weg miteinander geworden sei. 

Wenn auch "bei der Obrigkeit in der katholischen Kirche mehr Bewegung wünschenswert" wäre, so wachsen in den Gemeinden deutlich die Gemeinsamkeiten, die allerdings noch mehr Mut bräuchten. "Stärken undSchwächen sollten künftig einfach noch mehr gemeinsam getragen werden", sagte Detlev Jobst. Gemeinsamkeit kam auch bei der Aufteilung der Sonntags-Kollekte zum Tragen. Während von katholischer Seite das Caritas-Kinderheim in Bethlehem unterstützt wird, kommt der evangelische Anteil Internatsschulenfür christliche und muslimische Kinder im Libanon und Jordanien zu gute. 

Nach dem Gottesdienst nutzten auswärtige und einheimische, katholische und evangelische Kirchenbesucher bei einem Apéro  die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

 
Um die Einheit der Christen gebetet
Quelle:  Edgar Schaeuble
Quelle:  Edgar Schaeuble
Alle trennenden Mauern niederreißen: Darum wurde im Gottesdienst gebetet. Fotos: Edgar Schäuble
 
Brücken bauen im doppelten Sinne, Trennendes überwinden. Diese Botschaft prägte den Ökumenischen Jahresbeginn der evangelischen und katholischen Pfarrgemeinden beider Laufenburg, der wie seit vielen Jahren im Rahmen der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen stattfand. Dieses Jahr in der Kirche St. Johann in Laufenburg/Schweiz. Die Brücke über den Rhein zwischen den katholischen Pfarrgemeinden und der evangelischen Gemeinde in Laufenburg/Baden und der reformierten und der katholischen Gemeinde in auf der Schweizer Seite ist durch das jahrzehntelange Bemühen um ein verständnisvolle Miteinander längst tragfähig. An der Brücke, das Trennende im 500sten Jahrestag der Reformation zu überwinden, muss noch gearbeitet werden. 
Quelle:  Edgar Schaeuble
Quelle:  Edgar Schaeuble
.... und aus den Steinen Brücken bauen.
Im Gottesdienst am Sonntag, 22. Januar 2017, feierten Diakon Thomas Frey und die Pfarrer Norbert Plumhof, Detlev Jobst und Klaus Fietz mit den Gottesdienstbesuchern ein Christusfest, bei dem auch darum gebetet wurde, dass alles Trennende und alle Mauern überwunden und eingerissen werden, die Gemeinschaft und Einheit verhindern.

Diese Bitten wurden anschaulich gemacht, in dem die Geistlichen  beim Sündenbekenntnis vor dem Altar Mauersteine aufbauten, die für Lieblosigkeit, Hass und Verachtung, Diskriminierung, Verfolgung, zerbrochene Gemeinschaft, Intoleranz, Religionskriege, Trennung und Machtmissbrauch standen. Während die Mauer dann abgetragen und die Steine für eine Brücke verwendet wurden, sangen die Gläubigen das Lied „Herr, gib uns Mut zum Brücken bauen, gib mir den Mut zum ersten Schritt. Lass mich auf deine Brücken trauen, und wenn ich gehe, geh du mit“.
Pfarrer Detlev Jobst ging in einer bemerkenswerten Predigt auf das Evangelium vom verlorenen Sohn ein, und wertete das Verhalten des jüngeren Sohnes nicht als Abwendung von Gott, sondern als Suchbewegung eines Menschen zu Gott hin.
Nach dem Gottesdienst, der von Pius Moser an der Orgel und Peter Erhard, Trompete/Flöte, musikalisch bereichert wurde, gab es im Gemeindesaal bei einem Apéro Gelegenheit zur Begegnung. –prm-