IG Eine Welt Albbruck

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Pater Aidan aus Tansania zu Besuch bei seinen Freunden und Unterstützern
Vom 27.07.-010.8.2024 besuchte uns wieder Pater Aidan aus Tansania. Pater Aidan hielt am Samstag in Unteralpfen die Vorabendmesse, und am Sonntag in Luttingen den 10.45 Gottesdienst. Diese Messfeier in der Sankt Martinskirche war sehr feierlich und etwas Besonderes.
Zuerst wurde Pater Aidan durch Pfarrgemeinderat Günther Schulz begrüßt und vorgestellt. In der Vorstellung wurde zuerst erwähnt, dass Pater Aidan an verschiedenen katholischen Universitäten in Tansania die Fächer Wirtschaftsethik, Ethik des Lebens, Umweltethik, Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung unterrichtet, und im Ordinariat der Diözese Moshi unter anderem in der Jugendarbeit für ca. 85000 Jugendliche verantwortlich ist. Außerdem wurde den Gottesdienstbesuchern berichtet, dass Pater Aidan seit 30 Jahren Abgeordneter im Weltkirchenrat ist und seit 8 Jahren als Uno-Klimabotschafter Tansania bei den Klimakonferenzen weltweit vertritt. Doch besonders erwähnte Günther Schulz die Arbeit von Pater Aidan in seiner Heimatgemeinde.
In Kilema, das direkt am Fuße des Kilimanjaro liegt, hat er zuerst einen Kindergarten  für ca. 200 Kinder gebaut. Hier bekommen die Kinder täglich eine warme Mahlzeit, Kleidung und wenn nötig Medizin. Außerdem werden die Kinder von 2 angestellten Grundschullehrerinnen vorschulisch unterrichtet. Doch noch viel wichtiger ist sein weiteres Projekt, seine Berufsschule. Heute werden hier ca. 280 Jugendliche aller Konfessionen 3 Jahre lang nach unserem Dualen System von 25 Lehrpersonen ausgebildet. Der praktische Unterricht findet in verschiedenen Werkstätten statt. Ausgebildet wird in mehreren handwerklichen Berufen wie Maurer, Schreiner, Zimmermann, Schlosser, Blechner, Installateur, Kfz-Mechaniker, Elektriker, sowie in Solartechnik. Aber auch in anderen Berufszweigen wie nähen, backen, kochen, Hotel- und Gaststättengewerbe, Hauswirtschaft und Gartenbau, sowie in Touristik wird ausgebildet. Durch diese Ausbildung schaffen es die meisten Jugendlichen sich eine eigene Existenz aufzubauen um ihre Familien ernähren zu können. Am Schluss seiner Vorstellung von Pater Aidan begrüßte Günther Schulz auch Pfarrer Klaus Fietz und Schwester Regina aus Maria Bronnen, die ebenfalls aus Tansania stammt, die beide unter den Gottesdienstbesuchern waren.
Messfeier mit viel afrikanischem Temperament
Die anschließende Messfeier wurde mit viel afrikanischem Temperament und für uns ungewohnten Besonderheiten bereichert. So wurde das Buch mit den Evangelien singend und tanzend zum Altar getragen. Außerdem wurden mehrere Lieder in Suaheli, der tansanischen Landessprache gesungen und mit afrikanischen Rhythmusinstrumenten begleitet. Auch Pater Aidan leistete seinen Beitrag mit einer Trommel am Altar  dazu bei.
 In seiner Predigt ging Pater Aidan zuerst auf das Evangelium von der Vermehrung der 5 Gerstenbrote und den 2 Fischen ein. Danach berichtete er von seiner Arbeit als UNO-Klimabotschafter und seinen verschiedenen Projekten in Kilema, seiner Heimatgemeinde.
Eine besondere Freude für Pater Aidan war es, dass er in dieser Messe seinen Neffen Conrad, den Sohn von Grace Mosha und Charles  Shirima, die seit 3 Jahren in Albbruck wohnen, taufen durfte. Pater Aidan hat zu seinen 7 Geschwistern noch 7 Adoptivschwestern. Eine davon ist Grace Mosha.
Zum Schluss der Messe dankte Pater Aidan der IG „Eine Welt“ Albbruck und allen Helfern und Spendern für die schon über 30jährige Unterstützung und Freundschaft. Er betonte, dass ohne diese Unterstützung seine Arbeit für die Entwicklung seiner Mitmenschen in seiner Heimat so nicht möglich wäre. Am Ende seiner Schlussworte lud Pater Aidan alle Messbesucher noch zu einem Apero vor der Pfarrscheuer ein. Hier fanden, bei bestem Sommerwetter, noch einige interessante und informative  Gespräche statt.
 
Am Dienstag fand eine öffentliche Informationsveranstaltung im Gasthaus Lamm in Albbruck, zu dem die IG „Eine Welt“ und die Gemeinde Albbruck als Fairtrade-Gemeinde einluden. In seinem Vortrag ging Pater Aidan zunächst auf die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels im Osten Afrikas ein. Jahrelange Trockenheit beeinträchtigt massiv die Ernährungssituation von Menschen und Tieren. Pater Aidans Organisation pflanzt jährlich eine Million klimaangepasster Bäume am Fuße des Kilimanjaro, um den Boden zu schützen und den Wasserkreislauf zu verbessern. Pater Aidan appellierte an alle Anwesenden, den Umweltschutz sehr ernst zu nehmen.
Pater Aidan gab einen Überblick über die von Albbruck geförderten Projekte
Im zweiten Teil seines Vortrages ging Pater Aidan auf die besondere Bedeutung des fairen Handels für die Länder des globalen Südens ein. Er betonte eindringlich, dass die Kleinbauern mit dem Verkauf ihrer Waren durch eine gerechte Bezahlung in die Lage versetzt werden müssen, ihre Familien zu ernähren, sie medizinisch zu versorgen und ihre Kinder in Schulen schicken zu können. Sie sollen in ihrer eigenen Heimat eine menschenwürdige Lebensgrundlage haben und nicht durch Hunger und Perspektivlosigkeit zur Flucht nach Europa gezwungen zu sein.
 
Im dritten Teil des Vortrages berichtete Pater Aidan über seine Projekte in Kilema, seiner Heimatgemeinde. Er stellte den interessierten Zuhörern vor allen Dingen seine Berufsschule vor. Er erklärte, wie wichtig und segensreich diese Ausbildung für die Jugendlichen ist und erwähnte, dass es eine Berufsausbildung bei ihnen in Tansania sonst so nicht gibt.
Zum Schluss seines Vortrages dankte auch hier Pater Aidan der IG „Eine Welt“ Albbruck und allen Helfern und Spendern für ihre treue Unterstützung. Außerdem lud er alle, die Interesse haben, zu einem Besuch in Tansania ein, um sich über seine Arbeit vor Ort zu informieren und Tansania mit seinen vielen Naturwundern kennenlernen zu können.
All diese Unterstützung für die Arbeit in Tansania erfordert hier bei uns den Einsatz der IG Eine Welt, damit das notwendige Geld zur Verfügung gestellt werden kann. Eine wichtige Einnahmequelle ist wie jedes Jahr das Dorffest Albbruck. Viele Helferinnen und Helfer ermöglichen die kulinarischen Angebote wie die Schokofrüchte und die verschiedenen Crépes. Wenn Ihnen die Arbeit für die Projekte sinnvoll erscheint, freut sich die Gruppe über weitere Unterstützung und Mithilfe – herzlich willkommen! (Text und Bilder von Günter Schulz und Günter Renk)
 
IG Eine Welt Albbruck: 30 Jahre Hilfe zur Selbsthilfe
Quelle:  Doris DehmelSeit 30 Jahren gibt es in Albbruck die Interessengemeinschaft (IG) Eine Welt. Diese kann jetzt auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken und eine beachtliche Bilanz aufweisen. Zu einer kleinen Feier trafen sich die damaligen Initiatoren der Gruppe um Günter Schulz. Sie und die IG Eine Welt haben sich in den vergangenen drei Jahrzehnten unermüdlich und mit großem Engagement für ihre Ziele eingesetzt. Hierzu konnte Bürgermeister Stefan Kaiser im Foyer des Rathauses neben Freunden und Wegbegleitern der ehrenamtlichen Entwicklungshelfer auch Pater Aidan aus Moshi in Tansania willkommen heißen. Sein Einsatz für die arme Bevölkerung am Fuße des Kilimandscharos und speziell auch für Kinder und Jugendliche wird von der IG Eine Welt seit Jahren ebenso unterstützt wie die Arbeit von Padre Oralino in Campo Grande in Brasilien. Dessen Projekte hatten die Albbrucker mit ihrer finanziellen Unterstützung von Beginn an im Fokus.
 
Hilfe zur Selbsthilfe war auch dort schon angesagt und hat bis heute nicht an Bedeutung verloren. Wie dringend die Menschen auf die Unterstützung von Menschen aus Industrieländern angewiesen sind, schilderte Pater Aidan sehr eindrücklich bei der bebilderten Vorstellung der von ihm ins Leben gerufenen Projekte. Beeindruckt von dem in Deutschland üblichen dualen Ausbildungsmodell für junge Leute hat er bis heute eine Reihe seiner Visionen in die Tat umgesetzt. Doch habe er noch viele Ideen um die Lage der Menschen in dem Land zu verbessern in dem das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen bei 135 Euro liege und Benzin etwa gleich teuer sei wie in Deutschland.
Bürgermeister Stefan Kaiser lobte das Engagement der Mitglieder der IG Eine Welt und speziell der Vereinsspitze mit Günter Schulz, Günter Renk, Brunhilde Eckert und ihrer aktiven Mithelfer, die keine Möglichkeit auslassen, mit ihrem kulinarischen Angebot Albbrucker Traditionsveranstaltungen zu bereichern. „Die so möglichen Spenden dienen als Mittel zur Selbsthilfe und sind keine Armenspeisung“, so Stefan Kaiser. Für ihn sei ein rasches Umdenken im persönlichen Umfeld jedes Einzelnen wie der hiesigen Gesellschaft unverzichtbar um der sich auch in den „reichen“ Ländern breitmachenden Unzufriedenheit entgegenzuwirken. Kaiser riet hierfür der IG Eine Welt auch die Jugend ins Boot zu holen um die eigenen guten Ideen zukunftsfähig zu halten.
Seit Albbruck vor drei Jahren Fair Trade-Gemeinde wurde, werbe man auch verstärkt um das veränderte Einkaufsverhalten, so Günter Renk in seinem Redebeitrag. Fair gehandelte Produkte führten zu gerechter Entlohnung der Produzenten, sozialer Absicherung der Menschen in den Herkunftsländern wie deren medizinischer Versorgung und Bildung und Ausbildung.
Spendenkonto: IG Eine Welt – Albbruck IBAN: DE 84 6849 2200 0002 1515 10
 
IG Eine Welt
Seit 30 Jahren gibt es die Interessengemeinschaft Eine Welt Albbruck. Zwei Jahrzehnte lang unterstützte die von Günter Schulz und anderen Gleichgesinnten gegründete kirchliche Gruppe ausschließlich das Hilfsprojekt von Padre Oralino in Campo Grande in Brasilien. Vor einigen Jahren kam ein Hilfsprojekt von Pater Aidan in Tansania hinzu. Kontakt: Telefon 07753/2051.
Die Menschen in den Projekten der IG-Eine Welt in Brasilien und Tansania leiden sehr unter dem Virus
Liebe Freunde und Unterstützer der IG-Eine Welt Albbruck, 
 
das vergangene Jahr 2021 war immer noch geprägt vom Virus COVID 19. Wir alle haben im Verlauf des Jahres und auch aktuell viele Einschränkungen in Kauf genommen und auf Liebgewordenes verzichtet, damit die Verbreitung des Virus gebremst werden kann und unsere Gesundheitssysteme ausreichende Hilfe für infizierte, schwer erkrankte Patientinnen und Patienten bieten können. Die Omikron-Welle schwappt gerade bedrohlich über unser Land und über die Welt und ein Ende ist nicht absehbar. 
Wir alle leiden unter der Pandemie, aber ganz besonders schwer leiden die Menschen in den armen Ländern des globalen Südens, denen es an allem fehlt. So hat sich laut UN auch die Zahl der Hungernden verdoppelt und das betrifft in hohem Maße die Kinder. Auch die Menschen in unseren Projekten in Brasilien und Tansania leiden unter dem Virus und den Einschränkungen. So dürfen bei Padre Oralino in Campo Grande, Brasilien die Kurse und Angebote seiner Helferteams in den Gemeindehäusern für die ärmsten Frauen mit ihren Kindern nur sehr eingeschränkt stattfinden. 

Hilfe und Unterstützung für Padre Oralino in Campo Grande und für Pater Aidan in Tansania notwendiger denn je

Auch bei Pater Aidan in Tansania sind die Aktivitäten für Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen sehr beeinträchtigt. Dafür konnte „unsere“ Wasserabfüllanlage realisiert werden, in der Grundwasser in Flaschen abgefüllt und den Menschen in der Region gutes Trinkwasser günstig zur Verfügung gestellt wird.
Gerade in dieser Zeit ist unsere Hilfe und Unterstützung für Padre Oralino in Campo Grande und für Pater Aidan in Tansania notwendiger denn je.
Nun waren unsere Aktionen hier in Albbruck in diesem Jahr ebenfalls sehr eingeschränkt. Trotz einiger „Ersatzangebote“ für das ausgefallene Hofladenfest und Dorffest konnten wir nur deutlich weniger Geld für unsere Hilfsprogramme erarbeiten. 
Gerade deshalb sind die Spenden von so großer Bedeutung.
Im Namen von Padre Oralino und Pater Aidan und all den Menschen, deren Lebenssituation sich mit unserer Hilfe verbessert hat, danken wir Ihnen/euch allen für die tatkräftige Unterstützung bei unseren Aktivitäten und für die großzügigen Spenden.
Für das Jahr 2022 wünschen wir Ihnen/euch Gesundheit, Zufriedenheit und Gottes Segen. Bleibt alle gesund und zuversichtlich und unserer Arbeit wohlwollend zugewandt. Ihre/Eure Interessengemeinschaft Eine Welt Albbruck
 
Kontaktadressen: 
Günther Schulz Albtalstr. 14, Brunhilde Eckert Schwarzwaldweg 7 in 79774 Albbruck und Günter Renk, Hochsalerstr. 17 in 79774 Albbruck-Schachen.
Spendenkonto: IG Eine Welt - Albbruck IBAN: DE 84 6849 2200 0002 1515 10
 
Paella- und Kuchenverkauf unter Corona-Bedingungen wurde zum großen Erfolg
 
Dieses Jahr konnten wir unser traditionelles Hofladenfest mit der Familie Thoma coronabedingt nicht in gewohnter Weise durchführen. Um nicht auf das Fest komplett verzichten zu müssen, boten wir Paella und Kuchen zum Mitnehmen an. Diese Aktion, unter den vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln, wurde ein voller Erfolg. 102 Portionen Paella und etliche Kuchen fanden ihre Abnehmer und erbrachten mit Spenden einen Erlös von 1200 Euro.
Wir danken unseren treuen Festbesuchern, Spendern und Gönnern recht herzlich.  Ein besonderer Dank gilt auch unseren fleißigen Helfern, die uns bei den jährlichen Aktivitäten wie Dorffest, Hofladenfest, Weihnachtsmarkt und mehreren kleineren Aktionen tatkräftig unterstützen. Ohne diese helfenden Hände könnten wir unsere Projekte in Brasilien und Tansania, die der Hilfe zur Selbsthilfe dienen, nicht finanzieren.
Unsere nächste Aktivität starten wir am Samstag, 5. September 2020. An diesem Tag würde normalerweise das Albbrucker Dorffest stattfinden. Auch dieses Fest musste abgesagt werden. Aber Sie sollen nicht auf unsere Crêpes und Schokofrüchte verzichten müssen. Deshalb bieten wir diese vor dem Edeka-Markt in Albbruck zwischen 10.00 und 18.00 Uhr an. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Ihre IG Eine Welt Albbruck, gez. Günther Schulz. 
IG-Eine Welt Albbruck unterstützt lebenswichtige Projekte in Tansania
Pater Aidan informierte sich bei den Benediktinermönchen wie seine Wasserabfüllanlage aussehen wird.
Pater Aidan informierte sich bei den Benediktinermönchen wie seine Wasserabfüllanlage aussehen wird.
 
Liebe Freunde und Unterstützer der IG-Eine Welt Albbruck,
in unserem letzten Informationsschreiben berichteten wir über die durchgeführten Reparaturarbeiten an einer Steinbrechmaschine, die wir finanzierten. Dieser Steinbrecher ist die wichtigste Einnahmequelle der Diözese Moshi in Tansania.
Heute wollen wir Sie über laufende Aktivitäten in Tansania informieren. Pater Aidan, den viele von Ihnen durch seine Besuche persönlich kennen hat in seiner Heimatgemeinde Kilema einen Ganztageskindergarten und eine Berufsschule gebaut. In seinem Kindergarten werden ca. 200 Kinder von zwei eingestellten Grundschullehrerinnen vorschulisch unterrichtet. Sie werden täglich von Ordensschwestern mit Essen und bei Bedarf mit Kleider versorgt. Über die Hälfte dieser Kinder sind Aidswaisen. Die Unterhaltskosten für diesen Kindergarten werden komplett von uns finanziert.
Die wichtigste Aktivität von Pater Aidan ist aber seine Berufsschule. Hier werden ca. 250 junge Frauen und Männer in verschiedenen Berufen drei Jahre lang nach unserem dualen System ausgebildet. Das fängt an mit normalem Schulunterricht wie Mathematik, Englisch oder Computerunterricht für alle. Die praktische Ausbildung findet hauptsächlich in mehreren Werkstätten statt. Ausgebildet wird in vielen handwerklichen Berufen wie Maurer, Schreiner, Zimmermann, Schlosser, Schweißer, Kfz- Mechaniker, Elektriker. Aber auch in anderen Berufen wie Näher, Koch, Bäcker, Hauswirtschaft und Gartenbau wird ausgebildet. Pater Aidan will erreichen, dass er die Kosten der Berufsschule in einigen Jahren aus eigener Kraft erwirtschaften kann.
So werden die meisten Ausbildungstätigkeiten an Aufträgen aus der Bevölkerung und Wirtschaft ausgeführt. Die Kfz-Werkstatt führt Reparaturen an Autos und Motorrädern durch, die Näherei und Bäckerei verkaufen ihre Erzeugnisse. Ebenso die handwerklichen Berufe. Das Gartenbauprojekt erzeugt das benötigte Gemüse für die eigene Küche zur Versorgung von Schülern und Lehrern. Außerdem werden zur Kostenbewältigung des Schulbetriebes von den Schülern in ihrer Freizeit 1200 Legehennen gehalten für Eier und Fleischerzeugung und mehrere Felder zum Anbau von Mais bewirtschaftet.

Die finanziellen Mittel für die Erweiterung der Schule zur Verfügung gestellt

Nun zu unserer jetzigen Tätigkeit in diesem Berufsschulprojekt. Wir haben die finanziellen Mittel zur Erweiterung des Schulgebäudes bereitgestellt. Der Anbau ist in vollem Gange und wird auch von den eigenen Maurerschülern mit selbst hergestellten Backsteinen gebaut.
Der Anbau, der Ende des Jahres fertig sein soll, wird zum Aufstellen einer Wasserabfüllanlage gebraucht. Eine neue Quelle, die durch eine Bohrung geschaffen wurde, liefert das Wasser. Die umliegende Bevölkerung darf sich dieses Trinkwasser kostenlos abholen. Die Wasserabfüllanlage kommt aus Indien und ist auch von uns finanziert. Mit dieser Anlage können täglich mehrere tausend Flaschen abgefüllt werden. Kilema, der Ort in dem sich die Berufsschule befindet liegt direkt am Fuß des Kilimandscharo. Außerdem befinden sich in der Nähe noch weitere Nationalparks mit regem Tourismus. An diese Touristen soll dieses abgefüllte Trinkwasser verkauft werden. Mit diesem Schritt wird Pater Aidan seinem Ziel, die Berufsschule kostenmäßig auf eigene Füße zu stellen einen großen Schritt näher kommen. Zusätzlich wird damit erreicht, dass die Gewinne im Land bleiben, zum Wohle der Bevölkerung verwendet werden und nicht an internationale Großkonzerne gehen.
Die Arbeit von Pater Aidan ist sehr wichtig. Nach seinen Angaben schaffen ca. 80% seiner Schüler ihre eigene Existenz und ernähren damit ihre Familien.
Es ist so wichtig, dass wir mithelfen die Probleme in Afrika zu lösen. Unsere Mitmenschen dort müssen Lebensperspektiven in ihrer eigenen Heimat haben. Sie dürfen nicht gezwungen sein, den gefährlichen Weg über das Mittelmeer zu wagen um nach Europa zu gelangen.
Wenn Sie uns bei unserer Arbeit, armen Menschen eine Lebensperspektive in ihrer Heimat zu geben, unterstützen wollen, gibt es zwei Möglichkeiten:
  1. Um Geld zu erarbeiten macht unsere Gruppe an verschiedenen Festen mit. Zum Beispiel Dorffest, Weihnachtsmarkt Hofladenfest, Gewerbeschau und noch andere Aktivitäten. Wenn Sie uns bei der einen oder anderen Aktivität unterstützen wollen, wären wir Ihnen sehr dankbar.
  2. Die andere Möglichkeit unsere Arbeit zu unterstützen wäre eine Spende. Unser Spendenkonto: Volksbank Hochrhein, IBAN: DE 84 6849 2200 0002 1515 10
Für Ihr Interesse und Ihre Mithilfe an unserer Arbeit sind wir Ihnen sehr dankbar. Ihre IG Eine Welt Albbruck , i.V. Günther Schulz. 
IG Eine Welt Albbruck seit 25 Jahren für andere da
- 27.08.2017 -  Aus dem SÜDKURIER von Doris Dehmel 

Quelle:  Doris Dehmel

Bürgermeister Stefan Kaiser überreichte die Jubiläumspende der Gemeinde an Brunhilde Eckert. Er freute sich, dass bei dem Jubiläum auch Padre Oralino (links) und Pfarrer Klaus Fietz anwesend sein konnten. Bild: Doris Dehmel 

Seit 25 Jahren gibt es die Interessengemeinschaft „Eine Welt“ in Albbruck. Dieses kleine Jubiläum feierten die „ehrenamtlichen“ Entwicklungshelfer mit den zahlreichen Gästen vor dem Albbrucker Rathaus. Alle, die sich über das Engagement in den Projekten in Brasilien und Tansania informieren wollen, haben während der Öffnungszeiten des Albbrucker Rathauses die Möglichkeit die Bilderausstellung zu besuchen. Unter den Gästen der Jubiläumsfeier weilte auch Padre Oralino Zanchin aus Campo Grande in Brasilien. Ihn bezeichnete Günther Schulz, der Ideengeber und Gründer der Albbrucker IG eine Welt, als den „fleißigsten Mann“ in Brasilien. Dank dessen Engagement aber auch der finanziellen Unterstützung der hiesigen Aktivisten wurden Hilfsprojekte geschaffen für Menschen, die sonst keine Chancen hätten ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. 

Bürgermeister Stefan Kaiser lobte den Eifer der IG „Eine Welt“, die mit den unterschiedlichsten Aktivitäten Gelder erwirtschaften, die den Projekten in Südamerika und Afrika zufließen. Hier werde Nächstenliebe gelebt und die Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht. „Genau das ist es, was die Menschen in den Ländern brauchen, die von ihnen aus der Perspektivlosigkeit heraus verlassen werden“, so Kaiser.
„Es muss gelingen, dass diese Menschen in ihrer eigenen Heimat eine vernünftige Zukunft aufbauen können“, appellierte Kaiser. Der hiesige Wohlstand können nur von Dauer sein und noch wachsen können, wenn alle bereit sind abzugeben, zu teilen und anderen Ländern beizustehen ihre eigene Zukunft aufzubauen.
In dem Bewusstsein, dass die Menschen hier nicht alleine die Welt retten können aber jeder Einzelne nach dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“ seinen Beitrag leisten könne. Und genau dies zeigte die 25-jährige Geschichte der IG „Eine Welt“.
Dass diese so erfolgreich verlaufen konnte, sei neben Günther und Gaby Schulz, aber vor allem auch der „Vollzeitaktivistin“, Brunhilde Eckert, bei der zu den unterschiedlichsten Aktivitäten die Fäden zusammen laufen, zu verdanken, versicherte Gründungsmitglied Günter Renk. Nach dem die Projekte in Brasilien Früchte getragen haben, entschied sich die Gruppe in Tansania die Arbeit von Pater Aidan zusätzlich zu unterstützen.
„Mit jedem erwirtschafteten Euro haben wir die Bildungs- und Ausbildungschancen für Kinder und Jugendliche verbessert, für sie neue Lebensperspektiven geschaffen und zur Entwicklung von Beschäftigungsmöglichkeiten beigetragen", so Günter Renk.
Mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ dankte Pfarrer Klaus Fietz und freute sich „dass es Leute gibt, die das Gespür haben für andere Menschen“ wie die IG Eine Welt in der Vergangenheit eindrücklich gezeigt hätte.

IG Eine Welt Albbruck ist 25 Jahre alt
Die Interessengemeinschaft Eine Welt Albbruck feiert ihr Jubiläum mit einem Empfang im Rathaus und einem Vortrag über die unterstützten Projekte in Brasilien.
Ein Bericht aus dem SÜDKURIER von Doris Dehmel
 
Seit 25 Jahren gibt es die Interessengemeinschaft Eine Welt Albbruck. Dieses Jubiläum soll nun auf besondere Weise gefeiert werden. Gleichzeitig sei dies für die Mitglieder der IG ebenso ein Grund, Rückschau zu halten, wie auch für die Spender, die mit ihrer Großzügigkeit immer auch die Hilfsprojekte unterstützt haben und die Ziele der ehrenamtlichen Entwicklungshelfer mitgetragen haben. Ebenso wie sie alle waren  auch die Einwohner von Albbruck  zu einem kleinen Empfang im Rathaus eingeladen. Vor mehr als einem Vierteljahrhundert reifte in Günter Schulz die Idee, auf dem Weg der kleinen Schritte gemeinsam mit weiteren Gleichgesinnten ein Hilfsprojekt zu gründen. Spontan schlossen sich Mitstreiter seiner Idee an. Größtenteils sind sie heute noch mit dabei, wenn die vielen Arbeitseinsätze anstehen. Zwei Jahrzehnte lang unterstützte die Albbrucker Gruppe ausschließlich das Hilfsprojekt von Padre Oralino in Campo Grande in Brasilien. Mehrfach konnten sich die Albbrucker bei Besuchen überzeugen, wie segensreich dessen Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Frauen ist. Hilfe zur Selbsthilfe sei stets die Devise gewesen, die Padre Oralino und seine Helfer in die Tat umgesetzt hatten. Mit der Unterstützung der Albbrucker IG Eine Welt sei es möglich gewesen, dass viele Kinder eine menschenwürdige Entwicklung erleben konnten.
Vor einigen Jahren kam ein Hilfsprojekt von Pater Aidan in Tansania hinzu. Kindergarten, Krankenhaus und vor allem auch das Berufsausbildungszentrum konnten durch die Unterstützung der Albbrucker realisiert werden.
Günther Schulz und seine Mitstreiter sind sich einig, dass sie mit ihrem Engagement einen zwar kleinen, aber dennoch wichtigen Betrag leisten, die heutigen Fluchtursachen wie Armut und Perspektivlosigkeit so vieler Menschen zu mindern.