Brennet-Großspende für das Lebenshaus in Uganda ein „Geschenk des Himmels“

21.10.2021 |

 
Das Lebenshaus in Uganda lebt von Spenden, von denen viele aus Laufenburg kommen. Ein neues Konzept soll die finanzielle Sicherheit der Institution in Uganda sichern – dank einer Großspende der Brennet GmbH. Mit dem Geld des Wehrer Unternehmens kann der zweite Wohnblock für das Lebenshaus-Projekt auf einen Schlag verwirklicht werden.
 
Lagebesprechung mit der Bauleitung vor dem ersten von drei geplanten Wohnblocks mit Schwester Maria (vorne rechts), der Heimleiterin des Lebenshauses und Schwester Naolina, der Generaloberin des Ordens. | Bild: privat
 
Das Lebenshaus in Uganda wird bisher fast komplett von deutscher Seite finanziert. Zum Teil auch durch Spenden und Patenschaftsgelder von Menschen aus dem Bereich der Kirchengemeinde Laufenburg-Albbruck. Die neueste Großspende kommt von der Brennet GmbH mit Sitz in Wehr-Brennet. Mit ihr kann der zweite von drei geplanten Wohnblocks mit je sechs Mietwohnungen in der Stadt Masaka gebaut werden. Diese Wohnblocks sollen das Lebenshaus unabhängiger und zukunftssicherer machen.
Das Lebenshaus ist eine Zufluchtsstätte für Halbwaisen- und Waisenkinder, die ohne diese Initiative im ugandischen Busch nur eine geringe Lebenschance hätten, zu machen. Der Plan, diese Einrichtung finanziell unabhängiger von Spenden zu machen, reifte bei den Verantwortlichen um Pfarrer Günter Hirt. Schließlich mündete er darin, in der Stadt Masaka drei Wohnblöcke mit jeweils sechs Mietwohnungen zu bauen – die "Revival Future Homes".

Das Lebenshaus auf eigene Beine stellen
Mit einer Crowdfunding-Aktion wurde im April 2021 das Spendenziel für den Bau des ersten Wohnblocks erreicht. Als ein "Geschenk des Himmels" bezeichnet Pfarrer Hirt die Großspende der Brennet GmbH mit Sitz in Wehr-Brennet, die im September einging. Mit ihr kann der zweite Wohnblock komplett finanziert werden. Eine Entwicklung, die niemand für möglich gehalten hatte. Die Zukunftsvision zur weit größeren Eigenfinanzierung des Lebenshauses wurde mit dieser Großspende Wirklichkeit. Der erste Wohnblock konnte bisher mit vielen Einzelspenden gebaut werden. Pfarrer Hirt spricht von einem denkwürdigen Tag für das Uganda-Lebenshaus und die Zukunft zahlloser Kinder und kommender Generationen im "Abseits" von Uganda, als die Zusage der Brennet GmbH kam, die kompletten Baukosten des zweiten Bauabschnitts in Masaka als wahrhaft nachhaltige Zukunftsinvestition zu übernehmen. Im Spätherbst soll mit dem Bau begonnen werden. Der erste Bauabschnitt soll Ende des Jahres bezugsfertig sein. 
 
Hoffnung, finanziell unabhängiger zu werden
Jetzt ist die Hoffnung groß, dass auch genug Geld für den dritten Wohnblock zusammen kommt. Mit den Mieteinnahmen soll eine größere, wertvolle, finanzielle Unabhängigkeit des Lebenshauses garantiert werden, das aber auch in Zukunft auf Spenden angewiesen sein wird. Vertraglich ist mit einem Schwesternorden der Diözese Masaka abgesichert, der auch die Heimleiterin des Lebenshauses stellt, dass jeder Euro der Mieteinnahmen unter Einbehalt von 15 Prozent Rücklagen für Instandhaltung ausnahmslos dem Lebenshaus in Kyato zur Finanzierung der Lohnkosten der Betreuerteams der Kleinkinder und das Schulkinderprogramm dauerhaft zugutekommt. Für das Bauprojekt wurde ein separates Konto eröffnet. Somit sind die "Revival Future Homes" und das Lebenshaus finanziell getrennt. Vom Lebenshaus dürfen keine Spendengelder in das Projekt "Revival-Future-Homes" fließen. Mit den Wohnungen soll den Menschen in der Stadt, in der Wohnungsnot herrscht, fairer bezahlbarer Wohnraum angeboten werden, ebenfalls ein gutes Werk in einem armen Land. Alle Verwaltungs- und Teammitglieder des Vereins Uganda-Lebenshaus-Projekthilfe arbeiten ehrenamtlich. Es fallen keine Verwaltungskosten oder Gebühren an. Auf der Ehrenamtlichkeit und Spenden gründen sich alle Projekte, zu denen die Brennet GmbH jetzt einen großen Beitrag geleistet hat. Peter Meister