Daniel Kaptein: Das vergangene Jahr war wieder ein turbulentes Jahr. Die Corona-Pandemie prägt nicht nur den persönlichen Alltag, sondern auch den Alltag in unserer Seelsorgeeinheit. Die Maske und der Abstand in den Gottesdiensten erschweren das gemeinsame Feiern ganz erheblich, wobei positiv zu bemerken ist, dass wir schon eine ganze Weile wieder singen dürfen und auch, dass die Ministrant*innen jetzt wieder den Altardienst ausüben dürfen! Mit Stolz können wir sagen, dass das Hygienekonzept funktioniert und wir die Kirchen für alle offen lassen können.
Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen unserer Gottesdienste beitragen: die Organisten, Musiker, Chöre, Ordner, Lektoren, Ministranten, die Messnerinnen und Messner.
- denjenigen, die besondere Gottesdienste vorbereiten und gestalten,
- denjenigen, die die Feier jeweils leiten. Und natürlich Sie alle, die sie da sind, um Gottesdienste mitzufeiern.
Freude über neue Leiterinnen und Leiter von Wort-Gottes-Feiern
In diesem Jahr wurden aus unserer Seelsorgeeinheit drei Absolventinnen und ein Absolvent des Liturgiekurses von unserem Erzbischof als Leiterinnen und Leiter von Wort-Gottes-Feiern neu beauftragt und das Angebot dieser Feiern wurde und wird erweitert. Das geschieht auch mit Blick auf die Kirchenentwicklung 2030 und die Zukunft des gottesdienstlichen Angebotes.
Im Jahr 2021 gab es sehr viele unterschiedliche gottesdienstliche Angebote: alle Andachten, Impulse, Oster- oder Marienwege aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen. Ich finde es bemerkenswert, wie viele verschiedene Möglichkeiten für Ruhe, Gebet und Besinnlichkeit wir in unserer Seelsorgeeinheit miteinander realisiert haben. Vielen Dank an die Gemeindeteams und alle, die sich hier kreativ und engagiert eingebracht haben. Das macht Mut für die Zukunft.
Mechthilde Maier: Die Kirchenentwicklung 2030 war ein wichtiges Thema im vergangenen Jahr – es gibt einen Rahmen, in dem sich alles bewegen soll. Die räumlichen Grenzen sind abgesteckt und die Projektkoordinatoren sind benannt. Vieles ist noch offen und unklar. Wie man Kirche als Projekt bezeichnen kann, ist dabei nur eine der offenen Fragen.
Wohin bewegen wir uns, wie wird Kirche der Zukunft aussehen?
Wer übernimmt die vielen wichtigen Aufgaben, die heute oft auch leise und im Hintergrund geschehen? Wie kann Glaube in einem immer größeren strukturellen Rahmen weiterhin lebendig und lebensnah vermittelt werden?
Ich denke, eine Antwort ist: Kirche lebt von Menschen, die sich aktiv beteiligen!
Es kommt auf uns alle an, jede und jeden einzelnen. Wir sind Kirche und wir prägen ihr Gesicht!
Wichtig, ein herzliches Dankeschön allen zu sagen, die sich vor Ort einbringen
Deshalb ist es uns wichtig, ein herzliches Dankeschön all denen zu sagen, die sich vor Ort einbringen:
den Mitgliedern in den Gemeindeteams, dem Pfarrgemeinderat und Stiftungsrat, der KJG und all denen, die für Kinder und Jugendliche Sommerlager anbieten, all denen, die sich mit ihrer Arbeit für Gerechtigkeit und Solidarität in der Welt einsetzen – sei es in Peru, Uganda oder in anderen Teilen der Welt, diejenigen, die mit dem Mittagstisch eine Begegnungsmöglichkeit schaffen, bei der es um mehr geht als ein gutes Essen, der Wandergruppe, dem Krankenbesuchsdienst, allen, die im vergangenen Jahr mit einem Firmprojekt Glaube lebendig erlebbar gemacht haben.
Ein besonderes Dankeschön gilt auch denen, die mit kleinen Dingen das Leben der anderen hell machen und deren Tun so oft im Verborgenen stattfindet.
Über viele Jahrzehnte haben auch die Frauengemeinschaften in Laufenburg und Hochsal das Gesicht unserer Seelsorgeeinheit mitgeprägt. Umso bedauernswerter ist es, dass beide Gruppierungen sich kurz nacheinander aufgelöst haben.
Daniel Kaptein: Außergewöhnlich waren im vergangenen Jahr die Erstkommunionfeiern und die Firmung. Durch Corona war so Vieles anders und lange unsicher. Ein besonderer Dank gilt hier, und das sage ich nicht nur als Repräsentant des Pfarrgemeinderates, sondern auch als Vater eines Erstkommunionkindes, dem Pastoralteam - unserem Pfarrer Klaus Fietz, Kaplan Philipp Ostertag und unserer Gemeindereferentin Sabine Gerteis, die mit viel Ausdauer und Geduld dafür gesorgt haben, dass die Feiern jeweils einen würdigen Rahmen bekommen haben, in dem Gottes Geist und seine Gegenwart spürbar werden konnten.
Auch das ganze Jahr über leisten sie alle drei enorm viel, damit die Abläufe in unserer Seelsorgeeinheit trotz der Fülle an Aufgaben wie ein gutes Uhrwerk funktionieren.
Was wäre das Pastoralteam ohne die fleißigen Hände in den Pfarrbüros? Ihnen gilt unser Dank für die Erledigung der vielen kleinen und großen Alltagsaufgaben und für ein offenes Ohr für jedes Anliegen.
Ein herzlicher Dank sei an dieser Stelle Peter Meister gesagt, der neben vielen anderen Tätigkeiten auch dafür sorgt, dass uns alle wichtigen Informationen aus dem kirchlichen Leben über die Homepage erreichen.
Corona hatte auch Auswirkungen auf den gemeinsamen Gottesdienst für die Seelsorgeeinheit: unter dem Motto „Glaube kommt auf zwei Beinen“ haben wir diesen erstmals nicht gemeinsam in der Kirche in Albbruck gefeiert, sondern an zwei Wochenenden in den sechs verschiedenen Kirchengemeinden. Trotz dieser Trennung war dennoch die Verbindung zwischen den Gemeinden spürbar.
Motto für das neue Kirchenjahr: Das Leben teilen
Mechthilde Maier: Das Leben teilen – mit diesem Motto sind wir in das neue Kirchenjahr gestartet und es passt ganz gut zu dem, was wir als gläubige Christen in unseren Gemeinden tun: das Leben teilen, etwas von meinen Fähigkeiten, meiner Liebe, meiner Zeit, meinen Gedanken anderen und unserer Kirche zur Verfügung (zu) stellen, damit Glaube spürbar wird und Kirche lebendig bleibt und im besten Fall Lebensquelle für alle wird.
Auch wenn manche innerkirchliche Entwicklung vielleicht nicht immer hoffnungsfroh stimmt, wünschen wir Ihnen, dass Sie mit viel Kraft und Zuversicht aus dem vergangenen in das kommende Jahr gehen können. Wir sind froh und dankbar, wenn Sie weiterhin wie bisher aktiv am Leben in unserer Seelsorgeeinheit teilnehmen! Wo immer Sie Ihren Platz sehen: es ist gut, dass Sie da sind und wir gemeinsam als Kirche unterwegs sind!
Ihnen und Ihren Familien und allen, die Ihnen am Herzen liegen wünschen wir Gottes Segen und einen Glauben, der Hoffnung gibt und den Blick öffnet für das Schöne und Gute im Menschen, damit Gottes Liebe auch in unserem Alltag spürbar