Dank der Hilfe der Bannabikira Daughters of Mary“, der Ordensgemeinschaft, die das Projekt bis heute vor Ort leitet, fand das Lebenshaus in Kyato seinen Anfang. Das Gelände für das Lebenshaus wurde bereitgestellt und der Bau begann 2012. Am 16. August 2013 wurde das erste Kind im St. Francis Revival Home in Kyato aufgenommen und markiert den offiziellen Beginn dieser Initiative. „Der damals zweijährige Phillip wurde mit zusammengebundenen Beinen auf die Türschwelle des Rohbaus gelegt - das Lebenshaus nahm seine Arbeit auf.“, erinnert sich die Oberin Schwester Maria. Heute ist Phillip 12 Jahre und geht zur Schule.
150 Kinder erfuhren bisher Rettung und Aufbauhilfe
Seit der Eröffnung wurden über 150 Kleinkinder am Lebenshaus aufgenommen, die dort Rettung und Aufbauhilfe erfahren haben. Mehr als 600 Kinder aus dem Umfeld haben überlebenswichtige Unterstützung bekommen. Über 100 Kinder wurden durch das Lebenshaus eingeschult. Am ambulanten Gesundheitsposten wurden über 5.000 kostenlose Behandlungen für Kinder unter fünf Jahren durchgeführt. Seit 2018 wurden über 30 schwangere Frauen vorgeburtlich betreut und erfolgreich zur Geburt geführt.
2017 erhielt das Lebenshaus die erste Auszeichnung als beste Pflegeeinrichtung in der Region Masaka. 2019 wurde es von der Regierung als offizielle Kinderbetreuungseinrichtung anerkannt und registriert. Laut dem ugandischen Gesundheitsministerium ist es die einzige Einrichtung ihrer Art im gesamten Kalungu District.
Als vorbildliche Kinderbetreuung in ganz Uganda ausgezeichnet
2023 wurde das Lebenshaus von der ARU (Association of Religious in Uganda) als die vorbildliche Kinderbetreuungseinrichtung in ganz Uganda ausgezeichnet. Das Lebenshaus erhielt daraufhin die ehrenvolle Einladung, gleich zweimal im örtlichen Radiosender über seine Arbeit zu berichten. Als eine weithin bekannte Institution trägt das Lebenshaus dazu bei, sein umfassendes Netzwerk zu erweitern und seine Botschaft einem breiten Publikum zu vermitteln.
Die Auszeichnung hat uns zudem die Ehre eingebracht im kommenden Jahr Vertreter aus sieben verschiedenen afrikanischen Ländern willkommen heißen zu dürfen, die am Lebenshaus lernen möchten, wie Kinderbetreuung in einer Institution effektiv gestaltet werden kann.
Das Uganda-Lebenshaus ist lokal, distriktweit und darüber hinaus ein Vorbild für humanitäres Engagement und nachhaltige Entwicklung geworden. Peter Meister
14 Helfer:innen aus der Seelsorgeeinheit leisteten Aufbauhilfe
Mit Heinz und Adelheid Lüthy hat es 2013 angefangen. Sie waren die ersten aus der Seelsorgeeinheit und leisteten in zwei Einsätzen im ugandischen Busch Pionierarbeit beim Aufbau des Hauses. Wie viele Spender auch, waren sie auf das Projekt aufmerksam geworden durch die Öffentlichkeitsarbeit des Laufenburger Pfarrgemeinderats. Ihrem Beispiel folgten weitere Helfer vor Ort: Florian und Anita Vögele, Claudia-Weber-Wagner, Mario Wagner, Patricia Ebner. Einige von ihnen engagierten sich immer wieder für mehrere Wochen oder Monate vor Ort. Thomas Albiez aus Unteralpfen war ein ganzes Jahr im Lebenshaus. Dann brachte Elias Binkert aus Schadenbirndorf sein technisches Know-how ebenfalls ein ganzes Jahr im Lebenshaus ein. Ihm folgte Tamara Hoppe aus Unteralpfen. Dann Gabriele Schäuble mit Rudi Huber, gefolgt von Christine Böhler mit David Bader. Sie alle ließen sich von der authentischen Art von Pfarrer Hirt überzeugen, Dienst an den Ärmsten der Armen zu leisten: Rohbau, Tiefbrunnen für reines Trinkwasser, Photovoltaik-Anlage für eigene Stromversorgung, Aufbau eigener Landwirtschaft für gesunde Ernährung, ein neues Dach und zuletzt musikalische Früherziehung und in letzter Zeit die Entwicklung einer medizinischen Basisversorgung auch für die Menschen im Umkreis, sind nur die wichtigsten Stationen, seit Gründung des Lebenshauses. -prm-