Zum Tod von Edgar Volk: Als beliebter und barmherziger Seelsorger in Erinnerung

07.02.2024 |

Von Markus Vonberg und Peter Meister
 
Der römisch-katholische Pfarrer stirbt im Alter von 79 Jahren in Hegne. Neun Jahre lang wirkte er in den Pfarreien Laufenburg und Luttingen. 
Mit 79 Jahren ist am Sonntag im Altenpflegeheim Maria Hilf des Klosters Hegne der römisch-katholische Pfarrer im Ruhestand Edgar Volk verstorben. Dies bestätigte das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg. 1987 bis 1996 betreute er neun Jahre lang die beiden Pfarreien Heilig Geist Laufenburg und St. Martin Luttingen. Volk ist dort als beliebter und barmherziger Seelsorger in Erinnerung, dessen Tür stets offen stand.
Der Pfarrer bezieht Familien ins Gemeindeleben ein
Als Pfarrer bezog Volk in Laufenburg und Luttingen Familien ins Gemeindeleben ein, nahm verstärkt Laien in die Verantwortung und engagierte sich für die Ökumene. Volk ermöglichte nicht nur die ersten Familiengottesdienste in Laufenburg und Luttingen. Die Pfarrei Heilig Geist bot 1989 mit ihm als Pfarrer auch die erste Familienfreizeit an. Im Pfarrheim trafen sich eine Mutter-Kind-Gruppe. Zusammen mit dem Peru-Kreis besuchte Pfarrer Volk 1994 die damalige Partnerpfarrei in Cuzco.

In seiner Zeit als Pfarrer kommen Stühle statt Bänke in St. Martin
In der Luttinger Kirche St. Martin erinnert noch heute die Ausrichtung des Altarraums nach Osten und die Verwendung von Stühlen statt Kirchenbänken an Pfarrer Volk. Nach einem Brand 1993 hatten die Gottesdienste in der Möslehalle gefeiert werden müssen. Die positiven Erfahrungen mit dem Provisorium gaben den Anlass zur kompletten Umgestaltung des alten Kircheninnenraums. In diese wie in andere Entscheidungen bezog Pfarrer Volk stark die Laien seiner Pfarreien ein.

In Schönau geboren, ins Kolleg zur Schule, in Lörrach geweiht
Am 1. April 1944 in Schönau geboren, besuchte Edgar Volk das Kolleg St. Blasien und wollte nach Abitur und Bundeswehrzeit Lehrer werden. Während seines Studiums an der Pädagogischen Hochschule Freiburg spürte er jedoch seine Berufung zum Priester und trat in das Collegium Borromäum ein, um Theologie zu studieren. 1974 wurde Edgar Volk in Lörrach zum Priester geweiht.

Das sind seine Stationen von Edgar Volk als Priester
Zunächst wurde er als Vikar nach Löffingen und Gernsbach gesandt. Als Pfarrer betreute er 1979 die Pfarreien Rheinfelden-Minseln und -Eichsel, 1987 die Pfarreien Laufenburg und Luttingen, 1996 die Pfarreien Wutöschingen, Schwerzen-Horheim und Degernau. 2003 wurde Pfarrer Edgar Volk zum Leiter der Seelsorgeeinheit Wutöschingen bestellt. Seinen Ruhestand verbrachte er ab 2009 in Radolfzell, wo er im Ortsteil Güttingen lebte. 

Im Kloster Hegne den Lebensabend verbracht
Nach seiner pastoralen Tätigkeit in Wutöschingen ist Pfarrer Edgar Volk 2009 nach Güttingen gezogen. Dort lebte er 11 Jahre und hat immer wieder auch Dienste in Güttingen mit übernommen, obwohl er durch Krankheit gezeichnet war. Als Pfarrer Georg Lämmle krankheitsbedingt nicht mehr der Eucharistie vorstehen konnte, übernahm Pfarrer Volk trotz angegriffener Gesundheit einige Zeit an den Dienstagen die Messe in Güttingen. Jetzt wurde er immer mehr der Pflege bedürftig und ein Leben in der eigenen Wohnung beschwerlicher. 2020 zog er um nach Hegne verbrachte dort im Pflegeheim  wohlversorgt seinen Lebensabend..