„Das Herz ist groß, aber die Mittel begrenzt, um die Welt etwas besser zu machen“, sagte Günter Renk als Sprecher der IG Eine Welt. Für ihn wie auch für Kathrin Riepe, die im Landratsamt für den Kontakt zu sieben Faire-trade-Gemeinden zuständig ist, sei eine Unterstützung des Fairen Handels ein Weg zu gerechterem Einkommen, wie sie etwa bei kleinen Kaffeebauern des globalen Südens erreicht werden können.
Eine Million Bäume jährlich
Mit dem stetig wachsenden Klimawandel hätten sich auch die Aufgaben verändert, damit Natur und den Menschen auch die Zukunft bestehen können, sagte Pater Aidan. Es sei gestärktes kollektives Verantwortungsbewusstsein notwendig. Seine Organisation unterstütze jedes Jahr die Pflanzung von 1 Million klimaangepasster Bäume. „Neues denken, fühlen und Neues tun“ sei unumgänglich, um den Menschen eine Lebensgrundlage bieten zu können. Denn mit den Auswirkungen des Klimawandels steige die Not und mit ihr die Gewalt und schließlich die Entschlossenheit zur Flucht. Aidan rief dazu auf, den Umweltschutz ernst zu nehmen, ihn in Seminaren für Kinder und Erwachsene zum Thema zu machen und weiter Wirtschaft und Politik zum Handeln zu drängen.
Wer etwas bewegen wolle, müsse nach dem Prinzip von Humanität und Gerechtigkeit handeln, sagte der Pater in seinem Vortrag. Er beeindruckte die Besucher vor allem damit, welche Wirkung die von ihm und der Albbrucker Interessengemeinschaft Eine Welt geförderten Projekt in Kilema haben. Damit es dort mit einer „grünen Schule“ weitergehen kann, sei die finanzielle Unterstützung der Freunde auch aus Albbruck unverzichtbar. Auch viele kleine Hilfen bewirkten Großes. Und zu diesen zählte auch der von Günter Renk übergebene Erlös aus dem Konzert des Vokalensembles Voix celestes in Obersäckingen. Den Betrag in Höhe von 580 Euro hat Bürgermeister Stefan Kaiser auf 1000 Euro erhöht.