Die Partnerschaft mit Peru hat nichts an Bedeutung verloren

01.03.2026 |

Gema Moreno und Claudia Weber-Wagner bei den Fürbitten. Fotos: Peter Meister
Gut besucht war der Perusonntag 2026 des Perukreises Heilig Geist. An der feierlichen und fröhlichen Atmosphäre hatte der Familienchor Niederhof mit seinen teils peruanischen Liedern großen Anteil . Pfarrer Ulrich Sickinger betonte, dass Partnerschaften angesichts der Kriege und Krisen in der Welt, aber auch der zunehmenden Uneinigkeit in der Gesellschaft,  getragen vom Glauben an Gott immer wichtiger werden.  Claudia Weber-Wagner, Sprecherin des Perukreises, erinnerte daran, dass seit 40 Jahren die Partnerschaft zwischen der Erzdiözese und der katholischen Kirche mit Peru besteht. Seit 38 Jahren ist Heilig Geist lebendiger Teil davon. Zuerst mit einer Gemeinde in Cusco und seit zwölf Jahren mit der Partnergemeinde Nuestra Senora del Patrocinio in Huánuco. 

Der Familienchor Niederhof unter Leitung von Roland Lauber.
Wie auch hier vor Ort im Zuge der Kirchenentwicklung gibt es in Peru Veränderungen, weil Padre Terry, der Garant einer gut funktionierenden Partnerschaft  aus gesundheitlichen Gründen in eine kleinere Gemeinde versetzt wurde. Die Partnergemeinde habe deshalb einen neuen Pfarrer: Padre Jesús Gallo Melgarejo.
Leider sei die Zahl der Perukreise inzwischen deutlich zurückgegangen. Vieles hänge mit den Verantwortlichen in den Gemeinden zusammen, sowohl in Peru als auch bei uns. Eine Partnerschaft wolle gepflegt werden. Sie brauche Menschen, die sich mit Freude engagieren. Der Perukreis brauche dringend jüngere Menschen, die bereit sind, sich einzubringen, appellierte Weber- Wagner für den Fortbestand des Perukreises.
In Peru stelle sich die Situation ganz anders dar. Dort gebe es viele junge Erwachsene, die sich mit Begeisterung engagieren. Die Partnerschaft sei deshalb sehr lebendig, auch wenn es auf deutscher Seite nur sehr wenige Mitstreiter sind. Es gebe einen regelmäßigen Austausch über Internet. Gerne wolle man sich in der neuen Großgemeinde öffnen. Alle, die Interesse haben, seien willkommen, so die Vorsitzende.
Neben dieser Partnerschaft unterstützt der Perukreis  sechs Familienküchen in Lima-Tablada, die ohne Zuschüsse aus Laufenburg nicht existieren könnten. Auch die Einrichtung Santa Lucia in Arequipa, die sich um Kinder mit Behinderung kümmert, könne auf die Unterstützung des Perukreises zählen.
Beim Mittagessen im Pfarrheim informierte Weber-Wagner mit Bildern über die vielen Projekte in der Partnerstadt, die es ohne die Spendengelder aus Laufenburg nicht geben würde, Wie die Herberge für Schüler aus weit entlegenen Berggegenden,   der Bau eines Gemeindehauses und die Familienküchen, ohne die das Leben in Huánuco viel ärmer wäre. Peter Meister