Uganda-Abend zeigt die große Bedeutung des Lebenshauses

24.05.2026 |

Christine Böhler, Reto Gosteli und Pfarrer Günter Hirt beim Uganda-Abend. Foto: Peter Meister
Gut 50 Freunde des Lebenshauses in Uganda sind in die Pfarrscheuer in Luttingen gekommen, um sich über die neueste Entwicklung rund um das Lebenshaus zu informieren. Gründervater Pfarrer Günter Hirt sowie die Musikpädagogin Christine Böhler und ihr Partner Reto Gosteli schilderten anschaulich den Fortschritt das maßgeblich auch von der Region Laufenburg-Albbruck geförderten Gesamtprojekts, das längst über die Wurzeln des Lebenshauses hinausgewachsen ist.
Christine und Reto, die über die Jahreswende im Lebenshaus waren, waren tief beeindruckt von der Herzlichkeit und Dankbarkeit, mit denen die Menschen dort ihnen begegneten. Christine setzte ihre musikpädagogischen Talente ein, tanzte und sang mit den Kindern und Erwachsenen. Reto gab Computerkurse im neu eingerichteten Computerraum. Die Freude beiderseits war groß.
Deutlich wurde, dass das Lebenshaus mittlerweile weit mehr ist, als ein Hort für Kleinkinder, die ohne das Lebenshaus keine Überlebenschance hätten. Dort wird nicht nur Liebe und Lebenshilfe gegeben, sondern auch eine ambulanter Gesundheitsposten für die Menschen im Busch angeboten. In dem medizinischen Camp gehören  Impfungen und ärztliche Hilfe zu den regelmäßigen Leistungen für die Bevölkerung.
Zum Lebenswerk von Pfarrer Hirt gehören mittlerweile ein Lebenszentrum, drei vermietete Wohnblocks, ein Hostel und eine Kapelle.

Christine Böhler und Reto Costeli durften den Spatenstich für das Hostel mit ausführen. Fünf Monate später stand schon der Rohbau.
Mit dem Lebenszentrum für Ersatzfamilien der im Lebenshaus in Uganda aufgenommen Kinder hat der 88jährige in der Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck fest verankerte Pfarrer i. R. Günter Hirt sein Lebenswerk ergänzt.  Nachdem er vor 13 Jahren den Bau des Lebenshauses in der im Busch gelegenen Region Kyoto für Halbwaisen und Waisenkinder, die sonst keine Lebenschance hätten, in die Wege leitete, startete er das Projekt „Futures Homes“, drei Wohnblocks mit Mietwohnungen, quasi als Lebensversicherung für das Lebenshaus. Alle 24 Wohnungen sind seit Weihnachten 2024 bewohnt und decken mit den Mieteinnahmen mittlerweile Zweidrittel der Personalkosten im Lebenshaus. 
 
Das Lebenszentrum als drittes Standbein dieser Lebenshilfe ist ein eigenständiges Projekt, aber mit dem Lebenshaus vernetzt, ist es die Fortführung von Hirts Philosophie der ganzheitlichen Hilfe für die Ärmsten der Armen. Es soll helfen bislang von Bildung und eigenverantwortlicher Lebensbewältigung noch ausgeschlossenen jungen Frauen und Männern Chancen zu einem neuen Leben zu eröffnen.
Während das Lebenshaus mit Spenden und handwerklicher Hilfe auch maßgeblich aus der Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck entstand, war der Bau der Wohnblocks nur durch Großspenden der Firma Brennet GmbH möglich, für Pfarrer Hirt ein Geschenk des Himmels. Das Lebenszentrum, das ein Bildungs- und Schulungszentrum umfasst, wurde größtenteils von Günter Hirt selbst finanziert, mit einem Teil seiner Altersvorsorge und den großzügigen Spenden zu seinem diamantenen Priesterjubiläum, das er letztes Jahr auch mit einem Festgottesdienst in Luttingen feierte. 
Unterstützt wird das Projekt von Missio. Zu dem Projekt gehört eine Küche mit Speisesaal für rund 200 Personen und die Schaffung eines Schulungsgebäudes mit Unterrichtsräumen für Kleingruppen sowie Fachräumen für lebenspraktische Kurse.
 
Das Lebenshaus braucht nach wie vor unsere Unterstützung

Hauptstandbein bleibt nach wie vor das Lebenshaus. Dessen  große Bedeutung  für die Kinder, aber auch für die Bevölkerung im weit von größeren Siedlungen abgelegenen Busch, können auch mehrere Menschen aus der Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck  bezeugen, die beim Aufbau des Lebenshauses und seiner Infrastruktur tatkräftig mitgeholfen haben.
Nach wie vor sind für Lebenshaus kostenintensive Investitionen notwendig, für die Wasserversorgung, Solarstrom und Modernisierungen. Das geht nicht ohne weitere Spenden aus unserer Region.
Neueste Errungenschaft ist ein Hostel als Ergänzung des Bildungszentrums. Es ist ein sicherer Ort, an dem vor allem junge Mütter während ihrer Ausbildung unterkommen können, inklusive einer verlässlichen Kinderbetreuung. Für diese Frauen bedeutet das nicht weniger als eine neue Perspektive – die Chance ihr Leben mit eigener Kraft neu zu gestalten. Für die Kinder bedeutet es Stabiltät und Fürsorge in einer prägenden Lebensphase. Auch dieses Projekt war nur durch eine Großspende er Firma Brennet GmbH möglich.
Günter Hirt legt Wert auf die Feststellung, dass alle Projekte nur möglich sind, weil sie vom Orden der Bannabiki-Daugthers of Mary Sisters in Uganda unterstützt und gestützt werden. Im Lebenshaus beispielsweise sei die Oberin Schwester Maria unverzichtbar. Peter Meister