Patrozinium einer Gemeinde mit dem Namen Heilig Geist

25.05.2026 |

Johannes Böhler dirigierte die Mozart-Messe. Foto: Peter Meister
Das Patrozinium der Gemeinde Heilig Geist Laufenburg am Pfingstsonntag war ein richtig großer Festtag.
Mit einer Orchestermesse der Kirchenchorgemeinschaft Hochsal-Laufenburg und einer bemerkenswerten Predigt von Pfarrer Ulrich Sickinger. Das Gemeinschaftsgefühl wurde durch einen anschließenden Apéro gefördert. Johannes Böhler dirigierte die Festtagsmesse Missa brevis in G von Wolfgang Amadeus Mozart mit Streichern und Gesangssolisten. Pfarrer Sickinger postulierte, dass Pfingsten kein Erinnerungsfest an längst vergangene Zeiten ist. "Pfingsten ist Gegenwart". Denn der Heilige Geist wirke nicht nur damals in Jerusalem, sondern auch heute mitten unter uns. "Gerade darin liegt die große Hoffnung dieses Festes und die tiefe Bedeutung unseres Patrozinium", betonte Pfarrer  Sickinger. Eine Gemeinde, die den Namen Heilig Geist trägt, dürfe darauf vertrauen, dass Gott seine Kirche nicht verlassen hat.

Der Heilige Geist verbinde nicht nur die Menschen innerhalb einer einzelnen Gemeinde, er verbinde Christen  untereinander - über Orte, Generationen und Grenzen hinweg. Gerade darin liege ein tiefes Geheimnis von Pfingsten. Der Geist Gottes schafft Gemeinschaft. Wir sind nicht allein Kirche. Wir gehören zusammen mit den anderen Gemeinden unserer neuen Fridolins-Pfarrei, mit den Christen unseres Landes und mit der weltweiten Kirche, betonte Ulrich Sickinger. 
Vieles verändere sich. Manches Vertraute bricht weg. Viele fragen sich sorgenvoll, wie die  Zukunft der Kirche aussehen wird. Doch gerade an Pfingsten dürfen wir hören - so der Pfarrer in seiner Predigt: Gottes Geist wirkt weiter. Auch heute. Auch in unserer Zeit. Kirche lebe nicht zuerst aus Strukturen oder Gebäuden. Kirche lebe aus Menschen, die sich vom Geist Gottes bewegen lassen. Jede und jeder habe dabei einen Platz. Jede und jeder kann zum Aufbau der Gemeinde betragen.
Die Kirche der Zukunft wird kleiner und einfacher sein. Aber sie kann zugleich glaubwürdiger, menschlicher und lebendiger werden - getragen von Christen, die ihren Glauben mit Freude leben und miteinander verbunden bleiben,  machte Pfarrer Sickinger Hoffnung. Peter Meister