Joshua Bäumle verlässt die Region mit Dankbarkeit und Wehmut

06.07.2026 |

 
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Gemeinde, 
manchmal entstehen die schönsten Bilder ganz nebenbei. In meinem letzten Urlaub bin ich auf eine alte Steintreppe gestoßen. Von unten betrachtet schien sie direkt in den Himmel zu führen. Natürlich wusste ich, dass die Stufen irgendwann wieder auf festem Boden enden würden. Und doch hat mich dieses Bild nicht mehr losgelassen.
Treppen verbinden Orte miteinander. Sie führen nach oben, manchmal auch nach unten. Sie laden dazu ein, den nächsten Schritt zu wagen, auch wenn man noch nicht sehen kann, was hinter der nächsten Ecke auf einen wartet. Vielleicht ist das ein passendes Bild für unser Leben und unseren Glauben.
Im Gotteslob findet sich das Lied „Vertraut den neuen Wegen“. Dort heißt es: „Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt.“ Diese Worte erinnern daran, dass unser Leben immer wieder von Aufbrüchen geprägt ist. Manches Vertraute bleibt zurück, Neues beginnt. Nicht immer fällt das leicht.

Auch für mich steht nun ein solcher Aufbruch bevor. Zum 31. August werde ich die Pfarrei verlassen und eine neue Aufgabe übernehmen. Wenn ich auf die vergangene Zeit zurückblicke, erfüllt mich vor allem Dankbarkeit. Dankbar bin ich für die vielen Begegnungen mit Menschen jeden Alters, sei es bei der Vorbereitung der Erstkommunion in Albbruck, während der Zeit der Firmvorbereitung, bei Gottesdiensten der Ostertrilogie in Birndorf oder den Begegnungen bei Trauergesprächen und -feiern, in denen Hoffnung und Abschied oft ganz nah beieinanderlagen.
Ich durfte ein Stück Weg in „ihrer“ Gemeinde mitgehen und hatte das Gefühl, es war und ist ein miteinander. Wir haben Glauben geteilt, gefeiert, gefragt, gesucht und manchmal auch gerungen. Dafür möchte ich Ihnen danken!
Noch liegen einige Wochen vor uns. Doch schon heute möchte ich Ihnen sagen: Danke für Ihr Vertrauen, für viele gute Gespräche und für die Weggemeinschaft, die ich hier erfahren durfte. Ich wünsche uns allen den Mut, neuen Wegen zu vertrauen – im Wissen, dass keiner dieser Wege ohne Gottes Nähe gegangen werden muss. 
Mit herzlichen Grüßen Joshua Bäumle