Marienkapelle soll ein wahres Schmuckstück bleiben

07.05.2017 | Kirchengemeinde investiert in die Marienkapelle in Stadenhausen

Die Marienkapelle  im idyllischen Laufenburger Stadtteil  Stadenhausen ist 144 Jahre alt. Jetzt wird in das Kleinod im Ortsmittelpunkt kräftig investiert, damit das kleine Gotteshaus auch in Zukunft ein Schmuckstück bleibt. Etwa 30.000 Euro lässt sich die Kirchengemeinde Laufenburg-Albbruck Sanierungs- und Verbesserungsmaßnahmen kosten. Im Stiftungsrat war es keine Frage, dass das Geld gut angelegt ist. Die beschauliche Kapelle wurde 1873 aufgrund eines Gelöbnisses von Bürgermeister Friedl Zeller erbaut und 1887 dem Kirchenfonds geschenkt. Deshalb wurde auch die Dorfstraße in Zellerstraße umbenannt, weiß Lothar Rist zu berichten, der sich als Stadenhausener Lokalpatriot und Mitglied des Gemeindeteams der Pfarrgemeinde Luttingen um die Koordination der Baumaßnahmen kümmert.

1980 erfuhr die kleinste Kapelle in der Seelsorgeeinheit innen und außen eine General-Überholung. Vom damaligen Stadtpfarrer Edgar Hoch wurde sie 1981 wieder eingeweiht, was die Dorfgemeinschaft mit einem Kapellenfest kräftig feierte.

Der Kapellenvorplatz wurde 2007 neu gestaltet, indem der Eingangsbereich mittels Verbundsteinpflaster erweitert wurde. Auch die Bepflanzung wurde angepasst. Auf dem Kappellenplatz grüßt zur Weihnachtszeit der beleuchtete Christbaum und an schönen Tagen wird auch schon mal die badische Fahne gehisst.

34 Jahre fühlte sich das Ehepaar Erich und Klärle Meyer für die Marienkapelle verantwortlich. Die beiden pflegten, putzten und schmückten „ihre Kapelle“ und schlossen sie zuverlässig jeden Morgen auf und am Abend wieder zu. So konnte sie ein Ort des Gebets und der Besinnung werden. Die Stadenhausener, aber auch Spaziergänger und Radfahrer machen immer mal wieder Station.
Als die Meyers letztes Jahr altershalber, aber doch schweren Herzens, ihren unschätzbaren Dienst abgaben, fand sich spontan ein sehr engagiertes Team aus den angrenzenden Bewohnern der Kapelle, was für den guten Geist der Dorfgemeinschaft spricht. Sie teilen die notwenigen Aufgaben unter sich auf. Damit ist sichergestellt, dass das ortsbildprägende Gebäude auch nach der Renovation eine solide Pflege erfährt. In den nächsten Wochen werden neue Fenster eingebaut, im Eingangsbereich werden die Türgewände saniert und auch die Türe behandelt. Auch eine komplette fachgerechte Behandlung des Altars und der Bänke gegen Holzwurm ist unumgänglich. Eine neue Raumbeleuchtung ist schon installiert.
Text und Bild: Peter Meister