Zinnservice für Herrschaftszimmer des Pfarrheims St. Laurentius

Professor Gustav Oberholzer (Mitte) war begeistert über das denkmalgeschützte Unteralpfener Ensemble, zu dem neben der Kirche und der Pfarrscheune auch das Pfarrheim zählt.  Bild: Dehmel
Ein Bericht aus dem SÜDKURIER
Längst nicht nur zu besonderen Anlässen oder üblicherweise zu Weihnachten werden Geschenke verteilt. Mit einem solchen wurde die St. Laurentius-Pfarrei Unteralpfen schon lange vor Weihnachten beglückt. Seit dem Besuch von Professor Gustav Oberholzer, der mit ehemaligen Studienkollegen in Unteralpfen weilte, steht im „Herrschaftszimmer“ des Pfarrheimes ein vollständiges Tafelservice aus Zinn für vier Personen.

„Dieses Geschenk sorgt zusätzlich für eine Aufwertung des Ambientes“, versicherte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Fritz Mutter. Er freute sich zusammen mit der Leiterin des Unteralpfener Bildungswerkes, Silvia Albiez, und Pfarrgemeinderat Manfred Maier über die Vertiefung der langjährigen Kontakte mit Gustav Oberholzer. Er war es seinerzeit, der die damals in der Pfarrei Verantwortlichen mit seinem historischen Wissen unterstützt hatte, als es um den Erhalt der alten historischen Pfarrscheune ging. Unteralpfen und vor allem das zwischenzeitlich unter Denkmalschutz stehende Ensemble St. Laurentius-Kirche, Pfarrheim und Scheune waren Oberholzer bereits in den 1970er Jahren ans Herz gewachsen. Damals hatte der heute in München lebende ehemalige Lehrstuhlinhaber für Landentwicklung für das in Unteralpfen und den angrenzenden Gemeinden Oberalpfen und Remetschwiel durchgeführte Flurbereinigungsverfahren die Verantwortung getragen. Kulturgeschichte und der Schutz von erhaltenswerten Gebäuden in den von Landwirtschaft geprägten Bereichen hatten es Oberholzer stets angetan. Seine Begeisterung für die Anstrengungen und Sanierungen der auf dem Pfarrhof neben der Kirche stehenden Gebäude war auch bei der Kirchenführung deutlich spürbar. Er und seine Zuhörer waren überrascht über die vielseitige Nutzung der im vergangenen Jahr hergerichteten Räume. In Zeiten, in denen Pfarrhäuser und -scheunen nicht selten der Abriss droht, wurden in Unteralpfen die Räume mit neuem Leben erfüllt. Von den jüngsten Büchereibesuchern bis hin zu den Senioren treffen sich hier regelmäßig die Menschen im Pfarrheim. Auch die Pfarrscheune ist längst aus ihrem Dämmerschlaf herausgeholt worden und bietet nicht zuletzt beim Adventsbasar der Landfrauen alljährlich eine Kulisse, wie sie nicht schöner sein könnte. Doris Dehmel